Sonnenreichstes Bundesland: Mallorca-Feeling in Berlin

Sonnenreichstes Bundesland: Mallorca-Feeling in Berlin

Der April war überwiegend schön, der Mai traumhaft. Die Berliner und Brandenburger haben mit dem Frühlingswetter richtig Glück.

Sonne über der Havel

© dpa

Dieses Frühjahr begann dank des sonnenreichen Wetters der Badesommer an der Havel bereits früh im Mai.

Mallorca-Feeling an Spree und Havel: Der Frühling hat sich in der Region Berlin/Brandenburg in diesem Jahr von seiner wärmsten und sonnigsten Seite gezeigt. In Berlin lag die Temperatur im Schnitt bei 11,2 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner vorläufigen Auswertung der Monate März bis Mai in Offenbach am 30. Mai 2018 mitteilte. Damit war es deutlich wärmer als sonst um diese Jahreszeit. Der Durchschnitt für den Vergleichszeitraum liegt bei 8,7 Grad.

715 Stunden schien die Sonne bisher in Brandenburg

Berlin zählte sogar 720 Stunden und ist damit das sonnenreichste Bundesland. Im Wonnemonat Mai lag die Temperatur in Berlin im Schnitt bei 17,9 Grad und erreichte damit ebenfalls bundesweit den Spitzenwert, dicht gefolgt von Brandenburg und Bremen mit 17,4 Grad.

Kurze Schauer am Mittwoch

Am Mittwoch kletterten die Temperaturen auf 32 Grad - dann gab es ein wenig Abkühlung: Am Nachmittag zogen Gewitter und starke Regenschauer durch die Hauptstadt - bei blauem bewölkten Himmel. «Das war ein starker Schauer, aber nichts Außergewöhnliches», sagte eine DWD-Meteorologin.

Bei der Feuerwehr blieb es weitestgehend ruhig

«Wir hatten zwei heruntergefallene Äste und ein Partyzelt in einem Baum», sagte ein Leitstellenmitarbeiter. Das sei für Berlin «gar nichts». Auch in Brandenburg kam es zu keinen nennenswerten wetterbedingten Einsätzen, wie die Polizei am Abend auf Nachfrage mitteilte.

Brandenburg bislang das trockenste Bundesland

Mit nur 95 Litern pro Quadratmeter war Brandenburg bislang in diesem Jahr das trockenste aller Bundesländer (sonst: 132). In Berlin fielen 105 Liter pro Quadratmeter. Die Trockenheit machte dem Brandenburger Forst zu schaffen. Seit Jahresbeginn brannten rund 40 Hektar Waldfläche. 108 Mal brach in diesem Jahr bisher ein Feuer aus, wie der Landesbetrieb Forst Brandenburg am Mittwoch mitteilte. Das waren mehr als doppelt so viele Brände wie im Vergleichszeitraum 2017.

Vergangenes Wochenende wurden zehn Waldbrände gezählt

«Freitag und Montag waren die schwersten Tage», berichtete Michael Kopka vom Landesbetrieb Forst. Den größten Brand gab es in der Uckermark. Es gingen 3,1 Hektar in Flammen auf. Brandenburg hat eine Waldfläche von rund 1,1 Millionen Hektar.

Höchste Waldbrandgefahrenstufe bleibt bestehen

Am Mittwoch standen laut dem Landesbetrieb Forst knapp 1,5 Hektar in einem Wald in Baruth (Teltow-Fläming) in Flammen. Die Nachlöscharbeiten könnten noch mehrere Tage andauern, hieß es. Für Donnerstag wurde für elf der 14 Landkreise die höchste Waldbrandgefahrenstufe ausgerufen. Denn auch bei Regen verlieren die Wälder laut Umweltministerium nicht gleich ihre Entzündbarkeit.

Walbesucher sollten Autos nur auf offiziellen Parkplätzen abstellen

Seebesucher sollten darauf achten, ihre Autos auf ausgewiesenen Flächen zu parken. «Ein heißer Motor auf ausgedörrtem Wald- und Wiesenböden löst schnell einen Brand aus», warnte Kopka.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 31. Mai 2018