„Wir bauen die neue Zeit!“ Mit diesem selbstbewußten Motto wurde die GEHAG 1924 von Gewerkschaften, Genossenschaften und sozialen Bauunternehmen gegründet. Innerhalb weniger Jahre wurde die GmbH in Arbeiterhand zum Flaggschiff der Gemeinwirtschaft und errichtete bis 1931 über 10.000 Wohnungen in Berlin, darunter die Hufeisensiedlung und zwei weitere heutige Welterbesiedlungen.
Welche Rolle können Genossenschaften, Gewerkschaften und Kommunen heute bei der Überwindung der Krise im Wohnungsbau spielen? Gibt es gemeinwirtschaftliche Vorbilder und Traditionen, an die man anknüpfen könnte? Sind die „Siedlungen der Berliner Moderne“ heute ein Fall für den Denkmalschutz? Oder weisen die reformsozialistischen Experimente Martin Wagners weiterhin Wege in die Zukunft des Bauens und Wohnens im 21. Jahrhundert?
Diese Fragen nach den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Trägern des sozialen Wohnungsbaus in Geschichte und Gegenwart diskutieren wir mit dem Historiker Ralf Hoffrogge, Autor der jüngsten Geschichte der Berliner Mietenbewegung „Das laute Berlin“ (2025), dem Architekten Steffen Adam, Herausgeber des Jubiläumsbandes „100 Jahre GEHAG“. Gegenwart und Zukunft des solidarischen Wohnungsbaus“ (2024) und Barbara König vom Berliner Genossenschaftsforum, die 2004 mit der Studie „Stadtgemeinschaften“ zum Potenzial der Wohnungsgenossenschaften für die soziale Stadtentwicklung promovierte.
Termin: 25.11.2026 | 16-19 Uhr
Treffpunkt: Festsaal Schloß Britz
Kursnr.: NK-B100c.05
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