Holocaust-Mahnmal hatte 2019 so viele Besucher wie noch nie

Holocaust-Mahnmal hatte 2019 so viele Besucher wie noch nie

Seit Eröffnung des Berliner Denkmals für die ermordeten Juden Europas haben nie so viele Menschen die Ausstellung unter dem Stelenfeld besucht wie 2019.

Holocaust-Mahnmal

© dpa

Im vergangenen Jahr kamen 480 000 Interessierte, teilte die Stiftung am Dienstag (07. Januar 2020) mit. Das seien 5000 Besucher mehr gewesen als im bisherigen Rekordjahr 2015. Das Holocaust-Denkmal des Architekten Peter Eisenman war im Mai 2005 der Öffentlichkeit übergeben worden. Mit dem Stelenfeld und einem unterirdischen Informationsort wird in der Hauptstadt nahe dem Brandenburg Tor an die rund sechs Millionen ermordeter Juden unter der Herrschaft des Nationalsozialismus erinnert.

Stiftungsdirektor Neumärker: Hohe Besucherzahlen sind starkes Zeichen gegen Antisemitismus

«In Zeiten, in denen unsere Erinnerungskultur an die Opfer des Nationalsozialismus und auch das Holocaust-Mahnmal von einigen offen in Frage gestellt werden, ist der Besucheransturm im Ort der Information ein gewichtiges Zeichen gegen Geschichtsrevisionismus und Antisemitismus, für historische Aufklärung und das Gedenken – auch und gerade 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges», betonte Stiftungsdirektor Uwe Neumärker.

Stiftung plant Veranstaltung zum 15-jährigen Bestehen am 22. April 2020

Auch in diesem Jahr sind Treffen mit Holocaust-Überlebenden, Gespräche von Schülern mit Zeitzeugen, Lesungen und Ausstellungen geplant. Am 22. April 2020 soll mit einer Veranstaltung in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz auf die 15-jährige Arbeit der Stiftung am zentralen Erinnerungsort zurückgeblickt werden. Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas wird laut Angaben jährlich mit 3,6 Millionen Euro aus Bundesmitteln gefördert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 7. Januar 2020