Sachsenhausen: Stele erinnert an Verfolgung von Demokraten

Sachsenhausen: Stele erinnert an Verfolgung von Demokraten

In der Gedenkstätte Sachsenhausen wird seit Sonntag (24. März 2019) mit einer Stele an Sozialdemokraten erinnert, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden.

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

© dpa

Der Haupteingang zum ehemaligen KZ, der heutigen Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen.

Die SPD will damit nach eigenen Angaben an die Opfer der faschistischen Gewaltherrschaft erinnern. «Zum Gedenken an die Männer und Frauen der Sozialdemokratie, die im KZ Oranienburg und im KZ Sachsenhausen gelitten haben und ermordet wurden», steht auf der Stele.

In Erinnerung an Otto Wels

Mit der Veranstaltung sollte auch an die historische Rede des SPD-Fraktionsvorsitzenden Otto Wels am 23. März 1933 gegen das Ermächtigungsgesetz von Adolf Hitler erinnert werden. Auf der Stele ist ein Zitat von Wels zu lesen: «Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht.»

Zahlreiche Sozialdemokraten Opfer des Nationalsozialismus

In den Konzentrationslagern (KZ) Oranienburg und Sachsenhausen wurden nach Angaben der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten zahlreiche Sozialdemokraten von den Nationalsozialisten inhaftiert, gequält, gefoltert und ermordet. Darunter war auch der Vorsitzende der SPD-Reichstagsfraktion, Rudolf Breitscheid (1874-1944 im KZ Buchenwald).

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 25. März 2019