«Fire and Fury»-Autor gibt Lesung in der Volksbühne

«Fire and Fury»-Autor gibt Lesung in der Volksbühne

Der amerikanische Enthüllungsbuch-Autor Michael Wolff hat einen Rat für europäische Staatschefs im Umgang mit US-Präsident Donald Trump: Sie sollten bei Lob alle Zurückhaltung aufgeben.

Autor Michael Wolff

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US-Autor Michael Wolff stellt sein Enthüllungsbuch «Feuer und Zorn» vor.

«Es gibt keinen Grad der Schmeichelei, der für Donald Trump zu groß ist», sagte Wolff am Montag bei der Buchvorstellung von «Feuer und Zorn» in der Berliner Volksbühne. Im Gegenzug werde Trump das Lob zurückgeben, so könnte laut Wolff ein positiver Kreislauf entstehen.

Trump sprach von Lügen und Erfindungen

Das scharfzüngige Buch («Fire and Fury») hatte in den USA - über kurze Zeit - viel Furore gemacht. Wolff zeichnet auf der Grundlage von sieben Monaten Recherche im Weißen Haus und angeblich 200 Interviews ein chaotisches Bild der Machtzentrale.

Wolff zeichnet einen beratungsresistenten Choleriker

Bei der deutschen Buchpremiere teilte Wolff (64) kräftig aus. Trump sei nicht nur wirr, höre nicht zu und wehre jede Analyse ab. Er sei darüber hinaus ein «gemeiner Scheißkerl» («mean son of a bitch»), habe Wutanfälle und brülle herum.

Autor glaubt nicht an einen Krieg mit Nordkorea

Ein kleiner Silberstreif ist aus Wolffs Sicht, dass Trumps Regierung letztlich nicht so viel Schaden anrichten werde wie die von George Bush. Trump werde keinen Krieg gegen Nordkorea anfangen, sagt Wolff, der als ein Argument anführt: Für Krieg brauche es eine Aufmerksamkeitsspanne.

Weitere Lesungen in Hamburg und Köln geplant

Der New Yorker Journalist hat bereits mehrere Bücher geschrieben, darunter über den Medienmogul Rupert Murdoch. Kritiker warfen ihm Fehler und Ungenauigkeiten in seinen Darstellungen vor. Wolff stellt das Buch diese Woche noch in Hamburg und Köln vor.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 27. Februar 2018