Pop mahnt Gastwirte: «Polizeieinsätze schaden allen»

Pop mahnt Gastwirte: «Polizeieinsätze schaden allen»

Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) hat die Gastwirte der Hauptstadt um die verantwortungsvolle Einhaltung der coronabedingten Regeln gebeten.

Ramona Pop (Grüne) spricht bei einer Pressekonferenz

© dpa

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grünen) spricht bei einer Pressekonferenz.

In einem Brief mahnte sie gemeinsam mit dem Präsident des Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Berlin, Christian Andresen, dass die Lockerungen nach dem Shutdown in der Gastronomie abhängig von der weiteren Entwicklung der Pandemie sind. «Für die Beibehaltung der Lockerungen und mehr noch für ihren Ausbau ist es enorm wichtig, dass Sie Ihrer unternehmerischen Verantwortung gerecht werden und die Hygiene- und Abstandsregeln in Ihren Betrieben konsequent umzusetzen», heißt es in dem Schreiben von 21. Mai 2020. «Einen erneuten Anstieg der Infektionszahlen und einen möglichen erneuten Shutdown können und wollen wir uns nicht leisten.» Bilder und Berichte von Polizeieinsätzen schadeten der gesamten Branche.
Seit vergangener Woche dürfen Restaurants, Imbisse und Cafés in Berlin wieder öffnen, solange sie selbst zubereitetes Essen anbieten. Reine Schankwirtschaften wie Kneipen und Shisha-Bars bleiben hingegen weiter geschlossen. Die Gastronomen müssen dabei einen Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Tischen inklusive Stühlen gewährleisten. Konkrete Zahlen zu Einsätzen und Verstößen in der Gastronomie liegen bislang nicht vor.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 21. Mai 2020