Restaurantbesuche erstmals wieder möglich

Restaurantbesuche erstmals wieder möglich

Auftakt mit Augenmaß: Zwar dürfen ab heute Restaurants, Cafés und Imbisse wieder öffnen, solange sie selbst zubereitetes Essen anbieten. Doch die strengen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen erinnern daran, dass die Corona-Krise noch lange nicht ausgestanden ist.

  • Gastronomie während der Corona-Krise (6)© dpa
    Eine Kellnerin serviert Essen im Hard Rock Cafe Berlin.
  • Gastronomie während der Corona-Krise (8)© dpa
    Ein Schild mit der Aufschrift "Wer im Sommer einen hebt hat Corona überlebt" steht auf der Außenterrasse des Lokals Italofritzen.
  • Gastronomie während der Corona-Krise (4)© dpa
    Eine Mitarbeiterin desinfiziert den Tresen im Hard Rock Cafe Berlin.
  • Berlin - Gastronomie© dpa
    Die Inhaberin eines Brauhaus in Berlin bereitet die Wiedereröffnung vor.
  • Gastronomie während der Corona-Krise (7)© dpa
    Die Geschäftsführerin Kristina Lange bringt Abstandhalter am Eingang des Hard Rock Cafe Berlin an.
Nach wochenlanger Schließung können sich Kunden immerhin wieder zwischen 6.00 Uhr morgens und 22.00 Uhr abends in den Innen- und Außenbereichen der Lokale bedienen lassen. Zwischen den Tischen inklusive der Stühle muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern gewährleistet sein und das Service-Personal muss Mund-Nase-Bedeckungen tragen. Buffets sind tabu. Der Senat empfiehlt den Unternehmen zudem dringend, «Systeme zur Nachverfolgung möglicher Infektionsketten zu installieren».

Weniger Kapazitäten aufgrund von Abstandsregeln

Die Gäste wiederum dürfen alleine, mit den Angehörigen ihres eigenen, oder den Bewohnern eines weiteren Haushalts ins Restaurant gehen. Zwar gibt es keine festgelegte Obergrenze, was die Zahl der Kunden angeht. Doch viele Betriebe können angesichts der Abstandsregeln deutlich weniger Gäste einlassen als sonst üblich.

Dehoga: Corona-Regeln müssen eingehalten werden

Trotz der vielen Vorgaben rief der Hauptgeschäftsführer des Berliner Gastroverbands Dehoga, Thomas Lengfelder, Betreiber und Gäste dazu auf, sich unter allen Umständen streng an die Regeln zu halten. Zu groß sei die Gefahr eines Rückfalls. «Es wäre eine absolute Katastrophe, wenn die Infektionszahlen in zwei Wochen wieder steigen und die Branche erneut runter gefahren würde.»

Zahl der Touristen dürfte bald wieder steigen

Dennoch würden sich viele Unternehmen gut überlegen, ob es sich für sie überhaupt lohne, so früh schon wieder zu öffnen. Immerhin fehlt in der Hauptstadt nach wie vor eine der wichtigsten Kundengruppen: die Touristen. Deren Zahl dürfte allerdings ebenfalls bald wieder steigen. In der kommenden Woche dürfen auch Hotels und Ferienwohnanlagen wieder für den Tourismus öffnen. Einschränkungen gibt es allerdings auch dort: «Auch hier dürfen keine Buffets angeboten werden. Spa- und Wellnessbereiche müssen zudem geschlossen bleiben», informierte die Senatsverwaltung für Wirtschaft. Kneipen, Shisha- und Raucherbars bleiben hingegen weiter geschlossen. Einen Öffnungstermin gibt es dort noch keinen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 15. Mai 2020