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Zwei neue Forschungszentren der Charité und der Technischen Universität Berlin (TU) sollen neue medizinische Behandlungen ermöglichen – unter anderem bei Krankheiten, die bisher als unheilbar gelten.
Die Einrichtungen mit den Namen "Der Simulierte Mensch" (Si-M) und "Berlin Center for Advanced Therapies" (Becat) wurden heute eröffnet. Sie befinden sich auf dem Campus Virchow-Klinikum der Charité in Wedding.
Laut Ina Czyborra, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, leiten die Einrichtungen einen grundlegenden Wandel ein, wie Medizin gedacht, entwickelt sowie Menschen zugänglich gemacht wird. Zudem werde ein konkretes Versprechen an die Menschen gegeben. "Wir werden Krankheiten behandeln können, die heute noch als unheilbar gelten", sagte die SPD-Politikerin. Grußworte bei der Eröffnung sprachen unter anderem Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU), die neue TU-Präsidentin Fatma Deniz sowie der Vorstandsvorsitzende der Charité, Heyo K. Kroemer. Bär sagte, Deutschland wolle bei der Entwicklung neuer Therapien weltweit an der Spitze stehen. "Unsere Vision für die Medizin der Zukunft ist klar: Unheilbares heilbar machen." Kroemer sprach von einem wesentlichen Entwicklungsschritt für die gesamte Biomedizin in Berlin.
Im Si-M wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der realitätsnahen Nachbildung menschlicher Biologie von molekularen Prozessen bis hin zu komplexen Geweben und Organfunktionen forschen. Durch die Verzahnung mit ingenieurwissenschaftlicher Expertise sollen laut Charité und TU Modelle entwickelt werden, die ein tieferes Verständnis von Krankheitsmechanismen ermöglichen und neue Ansätze für Diagnostik und Therapie eröffnen.
Im Becat sollen in den Laboren künftig sogenannte "lebende" Arzneimittel entwickelt werden. Diese basieren auf Genen, Zellen und Geweben. Die Einrichtung schaffe "die Voraussetzung für die Entwicklung, Herstellung und klinischen Nutzen innovativer Therapien, insbesondere im Bereich von Zell- und Gentherapie", sagte Kroemer. Die Bauzeit der beiden Einrichtungen dauerte von 2021 bis 2025. Die Baukosten von mehr als 40,9 Millionen Euro für das Si-M und von 37,9 Millionen Euro für das Becat wurden demnach von Bund und Land getragen.