Wer war Immanuel Kirch?

125 Jahre Kirchengeschichte in Prenzlauer Berg

Ausstellung vom 21.02. bis 13.09.2020

Museum Pankow – Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner, Hauptgebäude, Raum 108

Corona Prävention

Ab Dienstag, den 12.05.2020, ist die Ausstellung regulär zu den üblichen Öffnungszeiten, unter Einhaltung der Abstandsregeln geöffnet.

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Titelbild: Wer war Immanuel Kirch?
Bild: Museum Pankow

In der Geschichte der Immanuelkirche spiegeln sich die prägenden historischen Ereignisse von 125 Jahren wider. Schon aus der Ferne ist der Kirchturm als stadtbild­prägendes Gebäude weithin sichtbar. Durch die original erhaltene Aus­stattung im Innern vermittelt das Gebäude heute noch den ursprünglichen Raum­eindruck und zählt zu einem beson­deren sakralen Bau­denkmal aus der Gründer­zeit. Die Ge­schichte der Kirche und ihrer Ge­meinde ist eng verbunden mit der städtischen Entwicklung, dem kulturellen Leben im Wins- und Kollwitz­kiez und den politi­schen Ereig­nissen. Während des Ersten Welt­krieges erlagen auch die Mitglieder der Immanuel­kirche der anfänglichen Kriegs­euphorie, die bald in Trauer um die vielen »Kriegs­helden« umschlug. In der Zeit des National­sozialismus war die Kirche Schauplatz der Kämpfe zwischen »Deutschen Christen« und »Bekennender Kirche«. Die Immanuel­kirche gehört zu den wenigen Kirchen in Berlin, die im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört wurden. In der DDR war die Immanuel-Gemeinde den Repressionen der SED-Regierung ausgesetzt und Sammel­becken für Aktivistinnen und Aktivisten der Friedens­bewegung. Die Geschichte der Kirche ist auch verknüpft mit dem künst­lerischen Schaffen von Käthe Kollwitz und Ernst Barlach, eben­so wie mit der Musik der Kantoren Richard und Otto Abel. Sogar in Franz Kafkas Notizen taucht die Immanuel­kirche auf. Zwischen der Immanuel­kirche und dem heutigen Museum Pankow, das im Gebäude der ehemaligen 121. Gemeinde­schule für Mädchen untergebracht ist, gab es von Beginn an Berührungs­punkte. So war Richard Abel, der Kantor der Immanuel­kirche, Lehrer und Konrektor an der vis-à-vis auf der anderen Seite der Prenzlauer Allee gelegenen Mädchen­schule. Das Museum Pankow widmet diese Ausstellung der Immanuel­kirche und ihrer Gemeinde anlässlich ihres 125-jährigen Jubiläums, das 2018 feierlich be­gangen wurde.

Ein Projekt des Museum Pankow in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Immanuel-Kirchengemeinde, Berlin

Pressemitteilung vom 14.02.2020

Ausstellungseröffnung

Donnerstag, 20.02.2020, 19.00 Uhr

Veranstaltungsbeginn im Gemeindesaal der Immanuelgemeinde, Immanuelkirchstraße 1a (gegenüber dem Museum) anschließend Besichtigung der Ausstellung im Museum Pankow – Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner

Begrüßung:
Bernt Roder, Leiter Museum Pankow

Einführung in die Ausstellung:
Caroline Böttcher und Bernt Roder

Grußworte:
Sören Benn, Bezirksbürgermeister
Uta Motschmann, Immanuelgemeinde Berlin
Dr. Mark Pockrandt, Immanuelgemeinde Berlin

Musikalische Umrahmung:
Chor der Immanuelgemeinde unter Leitung von Kantorin Monika Ellert

Wer war Immanuel Kirch? (Plakat)

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Wer war Immanuel Kirch? (Einladung)

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