Bauhaus-Archiv später und teurer

Bauhaus-Archiv später und teurer

Die Arbeiten am Berliner Bauhaus-Archiv werden voraussichtlich mehr Geld kosten und wohl auch länger dauern. Arbeiten am Rohbau für das Museum mussten erneut ausgeschrieben werden, wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen am 14. September 2020 mitteilte.

Spatenstich für neues Bauhaus-Archiv

© dpa

Ein Berg Schutt liegt vor dem Spatenstich und Baubeginn des neuen Bauhaus-Archiv auf einer Baustelle.

Im Zuge der Nachprüfung sei ein möglicher Interessenkonflikt festgestellt worden. An dem Unternehmen, das die ausgeschriebenen Abdichtungsarbeiten ausführen sollte, sei eine Nachfolgefirma beteiligt, die bei der Ausschreibung mitgewirkt habe, hieß es zur Begründung. Parallel zum Nachprüfungsverfahren der Vergabekammer sei die Antikorruptionsstelle eingeschaltet worden, um das Verfahren notfalls aufzuheben.
Die Neuausschreibung werde sich auf die Termin- und Kostenplanung auswirken. In welchem Umfang, werde aktuell geprüft. Das Land Berlin behalte sich juristische Schritte wie Schadenersatzforderungen vor. Das Bauhaus-Archiv in Berlin ist seit zwei Jahren geschlossen und wird vergrößert. Für die bisher geplanten 64,3 Millionen Euro soll bis 2023 ein zweites Gebäude errichtet und das alte, noch von Bauhaus-Gründer Walter Gropius entworfene Haus saniert werden. Das Berliner Archiv umfasst rund 70 000 Fotos und 10 000 Möbel- und Designobjekte.
Siedlung Britz in Berlin
© dpa

Bauhaus Orte in Berlin

Hufeisensiedlung, Siemensstadt oder die «Weiße Stadt»: Architektur des Bauhauses hat auch Berlin geprägt. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 14. September 2020 16:08 Uhr

Weitere Nachrichten aus Kultur & Events