Berliner CSD erinnert an frühe Aktivisten

Berliner CSD erinnert an frühe Aktivisten

Zum 41. Berliner Christopher Street Day (CSD) am Samstag erinnert die Community an die Pioniere der frühen Schwulen- und Lesbenbewegung. Es gibt aber auch Kritik aus den eigenen Reihen.

Regenbogenfahne

© dpa

Eine Regenbogenfahne.

Der 41. Berliner Christopher Street Day legt in diesem Jahr einen besonderen Fokus auf die Ursprungstage der Schwulen- und Lesbenbewegung. Unter dem Motto «Stonewall 50 - Every riot starts with your voice» (deutsch: «Jeder Aufstand beginnt mit deiner Stimme») sollen frühe Aktivisten, deren Namen heute kaum noch geläufig seien, gewürdigt werden, sagten die Veranstalter am Mittwoch in Berlin.

Zur CSD-Parade werden 600 000 Besucher erwartet

Bereits am Donnerstagabend soll der Berliner Fernsehturm in Regenbogenfarben erstrahlen. Der Umzug am Samstag beginnt mit 98 Fahrzeugen um 12 Uhr am Kurfürstendamm und mündet um 16 Uhr in eine Abschlusskundgebung (Pride Village) mit politischen Reden und Musik am Brandenburger Tor.

Felix Jähn und Melanie C mit Auftritten am Brandenburger Tor

Angesichts der vorhergesagten Hitze sollen Wasserstellen aufgebaut werden, an denen sich die Besucher abkühlen können. Eröffnen werde die Abschlusskundgebung der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD). Musikalische Highlights sind unter anderem die ehemalige Spice Girls-Sängerin Melanie C und DJ Felix Jähn.

Kritik an der Kommerzialisierung des CSD

Doch nicht jeder in der Schwulen- und Lesbenszene identifiziert sich mit dem Massenereignis. Große Sponsoren-Namen sorgen beispielsweise für Kritik. Die Organisatoren des «Radical Queer March» etwa - einer Demonstration am Vorabend des CSD - bemängeln die «Ignoranz und die Anpassung an das herrschende System», wie es in einer Mitteilung auf Facebook heißt. Dem hält Alexandra Knoke vom Vorstand des Berliner CSD e.V. entgegen: «Um das Ganze zu finanzieren, muss ja irgendwo Geld herkommen.»
CSD Parade Berlin
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 25. Juli 2019