Festival Pop-Kultur will weiter auf Austausch setzen

Festival Pop-Kultur will weiter auf Austausch setzen

Nach einer Störaktion von Israel-Kritikern hält das Berliner Festival Pop-Kultur an seinem Kurs fest. «Pop-Kultur wird immer ein Raum für Austausch und Dialog sein», sagte Festivalleiterin Katja Lucker am Freitag.

Klaus Lederer

© dpa

Klaus Lederer (Die Linke) ist zu sehen. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv

«Welche Themen wir hier im nächsten Jahr in den Fokus rücken, steht noch in den Sternen.» Zum Auftakt am Mittwochabend war eine Diskussion zum Thema Boykott mit Kultursenator Klaus Lederer (Linke) von Aktivisten gestört worden.

Pop-Kultur 2018

  • Neneh Cherry bei Pop-Kultur 2018© Roland Owsnitzki
    Neneh Cherry bei Pop-Kultur 2018
  • Drangsal bei Pop-Kultur 2018© Roland Owsnitzki
    Drangsal bei Pop-Kultur 2018
  • Nilüfer Yanya bei Pop-Kultur 2018© Roland Owsnitzki
    Nilüfer Yanya bei Pop-Kultur 2018
  • Flohio bei Pop-Kultur 2018© Janto Djassi
    Flohio bei Pop-Kultur 2018
  • Die Mausis bei Pop-Kultur 2018© Roland Owsnitzki
    Die Mausis bei Pop-Kultur 2018
  • Ava Bonam bei Pop-Kultur 2018© Camille Blake
    Ava Bonam bei Pop-Kultur 2018
  • Agar Agar bei Pop-Kultur 2018© Camille Blake
    Agar Agar bei Pop-Kultur 2018
  • Die Nerven bei Pop-Kultur 2018© Camille Blake
    Die Nerven bei Pop-Kultur 2018
  • Chelsea Wolfe bei Pop-Kultur 2018© Roland Owsnitzki
    Chelsea Wolfe bei Pop-Kultur 2018
  • Lisa Morgenstern bei Pop-Kultur 2018© Camille Blake
    Lisa Morgenstern bei Pop-Kultur 2018
Weil das vom Musicboard des Senats organisierte Festival - wie mit anderen Ländern auch - mit Israel zusammenarbeitet, hatte es einen Boykott-Aufruf gegeben. Die Bewegung BDS (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen) begründet ihre Aktivitäten mit der Politik Israels gegenüber den Palästinensern.

Pop-Kultur 2018 findet großen Zuspruch

Lucker erklärte: «Wir mussten natürlich darauf vorbereitet sein, dass es eventuell während des Panels zu Störaktionen kommen könnte. Es gab ein entsprechendes Sicherheitskonzept.» Mit Blick auf Pop-Kultur insgesamt sagte sie, das Festival laufe derzeit sehr gut. «Wir erhalten viele positive Rückmeldungen zum Programm in seiner ganzen Vielfalt.»

Rückendeckung kommt von der Kulturstaatsministerin

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) stärkte der Veranstaltung den Rücken. Der erneute Boykottaufruf sei eine mehr als abstoßende Aktion, teilte sie mit. «Es ist ignorant und diffamierend, dass anti-israelische Hetze im Vorfeld des Festivals einige Künstler veranlasst hat, ihre Teilnahme abzusagen. Gerade die Lösung eines so manifesten Konflikts wie im Nahen Osten kommt nicht ohne die verbindende Kraft des kulturellen Dialogs aus.» Es sei ein klares Signal, dass dies auch die deutliche Mehrzahl der eingeladenen Musikgruppen so sehe.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 17. August 2018