«Multaka»: Flüchtlinge als Museumsführer

«Multaka»: Flüchtlinge als Museumsführer

Berliner Museen haben 19 Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak zu Guides ausgebildet.

Deutsches Historisches Museum

© dpa

Sie sollen regelmäßig Landsleute in ihrer Muttersprache durch das Pergamonmuseum, das Bode-Museum und das Deutsche Historische Museum führen, wie die Häuser am 10. Dezember 2015 mitteilten.

«Multaka» im Pergamonmuseum, Bode-Museum und Deutschen Historischen Museum

Das Pilotprojekt heißt «Multaka» - das bedeute auf Arabisch Treffpunkt. Das Wort stehe für den Austausch kultureller und historischer Erfahrungen, hieß es. Es gehe aber auch um Gemeinsamkeiten von Deutschland, Syrien und dem Irak.

«Stärke durch Bildung und Anerkennung»

Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, nannte das Vorhaben beispielgebend für die deutsche Museumslandschaft. «Die Geflüchteten führen durch die eigene und durch fremde Geschichte», sagte er laut Mitteilung. «Wir sagen nicht, dass wir damit das ultimative Rezept für Integration erfunden haben, aber Geflüchtete erfahren Stärke durch Bildung und durch Anerkennung ihrer kulturellen Identität, die uns viel bedeutet.»

Erster Einsatz für die Guides am 16. Dezember 2015

Die ausgebildeten Flüchtlinge bekommen für ihre Führungen im Museum ein Honorar, wie eine Sprecherin des Deutschen Historischen Museums sagte. Die ersten Rundgänge sind für kommenden Mittwoch geplant.

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 11. Dezember 2015