Berliner Craft Beer Lokale

Berliner Craft Beer Lokale

Eine Auswahl interessanter Craft Bier Kneipen und Brauhäuser in Berlin, die das Bedürfnis nach Bieren abseits von Kindl, Beck's und Co. stillen.

Helles Craft Beer mit Schaum in einem Glas

© dpa

Hopfenreich: Exotische Biere im Wrangelkiez

Das Hopfenreich ist eine gemütliche Bar im sonst recht aufgeregten Wrangelkiez in Kreuzberg. Die Atmosphäre gleicht der eines Pubs, ist aber zur selben Zeit sehr minimalistisch: viel Holz, Selbstbedienung und ein Igel, der auf der antiken Zapfanlage wacht. Das Personal ist sehr nett, und beantwortet jede Frage kompetent. Es gibt zwar auch kleine Gerichte, die aber bewusst nicht im Fokus stehen, vielmehr geht es ums Bier, von dem es im Hopfenreich eine große internationale und mitunter auch exotische Auswahl gibt, etwa Kölsch mit Salbei oder auch eine große Auswahl an Stouts und IPAs. Preislich liegen die feilgebotenen Biere etwas über dem Durchschnitt: So zahlt man hier für ein 0,25 Liter Bier genauso viel wie in anderen Kneipen für die doppelte Menge.

John Muir Bar: Hidden Champion

Die John Muir Bar liegt etwas versteckt. Um dorthin zu gelangen, muss man ein paar Stufen hinunter gehen, aber immerhin lohnt es sich: Drinnen erwartet einen eine kleine Bar mit schummrigem Licht, hip und gemütlich zugleich. Manche sagen: Kreuzberg eben. Die Bar-Karte ändert sich regelmäßig. Gäste bedienen sich hier selbst, auch wenn das Personal (am liebsten auf Englisch) kompetent weiterhilft. Als Cocktailbar ursprünglich gestartet, weiß das Biersortiment aber mittlerweile auch zu überraschen, etwa mit einer guten Auswahl an Lager-Bieren, IPAs, aber auch klassischen Bieren.

Vagabund Brauerei: selbstgebrautes vom Fass

Drei Amerikaner haben die Vagabund Brauerei im Wedding eröffnet. Sie bietet neben US-importierten Pale Ales und Stouts auch selbstgebraute Biere an zum Teil auch vom Fass, wobei sich das Angebot häufig ändert. Das Ambiente ist sehr gemütlich mit den großen Holztischen und den Bänken. Es werden keine Speisen angeboten und es besteht Selbstbedienung.

Hops & Barley: die Craft Beer-Institution in Friedrichshain

Das unscheinbare Hops & Barley hat sich in den letzten Jahren zu einer Institution in Friedrichshain gemausert. In den Räumen einer ehemaligen Metzgerei gibt es gutes, hausgebrautes Bier in hauseigenen Gläsern, aber auch deftiges Essen wie Stullen, Schlachtplatte oder auch Bockwurst. Neben Bier gibt es hier auch hausgemachten Cidre und Bier-Misch-Getränke zu trinken. Da das Hops & Barley immer gut besucht ist, ist es ratsam, einen Tisch zu reservieren. Die Gäste sitzen an kleinen Tischen umgeben von den aus früheren Zeiten gekachelten Wänden. Das Rauchen ist hier gestattet und die Bedienungen sind schnell und freundlich. Im Hops & Barley werden Fußball-Spiele, aber auch der sonntägliche Tatort übertragen.

Hausbrauerei Eschenbräu: Bodenständiges im Wedding

Die Hausbrauerei Eschenbräu im Wedding schenkt hauptsächlich selbstgebrautes, ehrlich schmeckendes Bier in hauseigenen Gläsern aus. Im Sommer kann man im schönen Biergarten sitzen, bei kühleren Temperaturen im hauseigenen Braukeller, wo man sich allerdings sein Bier selber holen muss. Unüblich ist es, dass es den Gästen hier gestattet ist, eigenes Essen mitzubringen, wobei es hier auch kleine Snacks wie etwa Flammkuchen gibt. Neben dem selbstgebrautem Bier gibt es auch leckeren Cidre und eine große Auswahl an Bränden zur Auswahl, aber auch Apfelsaft, der schöne Kindheitserinnerungen weckt. Die Inneneinrichtung wirkt etwas steril mit dem weißen Fliesenboden, den Holztischen zum Trotz. Das Publikum ist bunt gemischt, viele Studierende, ein paar Touristen, aber in der Summe nicht allzu sehr überlaufen.

Brauhaus Südstern: rustikales Rixdorf

Inmitten von Dönerständen und Asia-Imbissbuden befindet sich in Kreuzkölln etwas unscheinbar das Brauhaus Südstern. Vom angrenzenden Biergarten aus hat man einen schönen Blick in den Volkspark Hasenheide. Hier wurde schon selbstgebrautes Bier ausgeschenkt, als des den Begriff Crafft Beer noch nicht einmal gab. Dazu gibt es sehr deftiges Essen wie Schweinshaxe, Braten oder auch Suppen mit viel Sahne; die Mengen sind auch üppig. Das Brauhaus selbst ist rustikal eingerichtet, viel Holz und Backsteinwände. Kleinkunst, Konzerte und Fußball-Übertragungen runden das gastronomische Konzept ab.

IPA Bar: der Name ist Programm

Das Angebot in der IPA Bar wird dominiert von India Pale Ales, von denen mehr als 100 verschiedene Sorten angeboten werden. Deshalb ist man an der Theke zuerst etwas ratlos, welches der unglaublich vielen IPAs man zuerst probieren soll, doch die Thekenkraft hilft kompetent weiter. Die IPA Bar ist die kleine Schwester des Hopfenreich und ist wie eben dieses vorwiegend mit selbstgebauten, schlichten Möbeln ausgestattet. Von außen wirkt die Bar in der Karl-Marx-Straße sehr unscheinbar, inmitten der türkisch dominierten Läden. Wenn man dann aber durch die schmale Tür geht, ist man über die tatsächliche Größe überrascht, ebenso wie über den dazugehörigen lauschigen Biergarten. Rauchen ist hier nicht gestattet.

Brauhaus Lemke: Braukunst am Schloss

Im Brauhaus Lemke in Charlottenburg geht es urig zu, viel Holz und lange Tische. In der rustikalen Brauereigaststätte gibt es sieben Sorten selbstgebrautes Bier, darunter die Hausmarke und ein paar Pale Ales. Dazu gibt es eine große Auswahl an Speisen. Besonders beliebt ist hier der Flammkuchen. Der heimelige Biergarten erlaubt einen schönen Blick auf das nahegelegene Schloss Charlottenburg.

Brauhaus Spandau: fast wie in München

Am Rande der bürgerlichen Altstadt Spandau liegt das Brauhaus Spandau. Vom Flair kann es durchaus mit einem Hofbräuhaus mithalten: So wurde für die Inneneinrichtung sehr viel helles Holz verwendet. Man sitzt an langen Tischen und Bänken. Draußen lässt es sich ganz wunderbar in dem schönen Biergarten sitzen. Zum Craft Beer wird deftige Hausmannskost serviert wie Soljanka, die traditionelle Gulaschsuppe aus der osteuropäischen Küche. Der Service ist sehr freundlich und aufmerksam.
Bierland Franken
© dpa

Brauereien

Die Kunst des Brauens wird in Berlin noch an vielen Orten gepflegt. mehr

Quelle: BerlinOnline/plb

| Aktualisierung: 12. Januar 2018