Variationen später Kunst: Picassos «Les Femmes d'Alger»

Variationen später Kunst: Picassos «Les Femmes d'Alger»

Mit der Ausstellung «Pablo Picasso & Les Femmes d'Alger» widmet sich das Museum Berggruen in Berlin bis zum 8. August einer zentralen Werkgruppe für das Spätwerk des spanischen Ausnahmekünstlers.

Ausstellung "Pablo Picasso & Les Femmes d’Alger"

© dpa

Eine Person betrachtet das Kunstwerk „Les Femmes d'Alger“ (Version N) von Pablo Picasso aus dem Jahr 1955.

Die 1954/55 entstandene Serie aus insgesamt 15 Gemälden und zahlreichen Studien zählt zu den wichtigsten Werkgruppen Picassos (1881-1973). Angeregt von Motiven und Bildideen des bekannten Gemäldes «Die Frauen von Algier in ihrem Gemach» von Eugène Delacroix (1798-1863) schuf Picasso einen spektakulären Reigen formaler und thematischer Möglichkeiten.
Basis der Ausstellung ist die Version L der von A bis O gekennzeichneten Serie. Das Gemälde gehört zu dem auf den Kunsthändler und Sammler Heinz Berggruen (1914-2007) zurückgehenden Bestand des Museums, das der Nationalgalerie angegliedert ist. Berggruen war über zwei Jahrzehnte eng mit Picasso verbunden. Seine Sammlung zählt zu den wichtigsten der Klassischen Moderne. Mit der Ausstellung zeigt das Museum erstmals seit 65 Jahren in Deutschland den Großteil der weltweit verstreuten Ölgemälde.
Die Picasso-Präsentation gehört zu einer Reihe von Ausstellungen, die in Berliner Museen nach der Pandemie-Pause erstmals zu sehen sind oder wieder öffnen können. Die Sammlung Scharf-Gerstenberg hat mit «Pflanzen brechen aus der Erde» das Wirken der Natur mit surrealistischen Werken in Szene gesetzt. Eine Kunstepoche durchgreifender Veränderungen steht im Zentrum der Ausstellung «Spätgotik. Aufbruch in die Neuzeit» in der Gemäldegalerie.
Im Hamburger Bahnhof hat die in Berlin lebende französische Künstlerin Pauline Curnier Jardin die große Halle für die Ausstellung «Fat to Ashes» in eine Arena für Rituale und Exzesse verwandelt. Mit ihrer Strickmaschine reflektiert die Modedesignerin Claudia Skoda seit den 70er Jahren Kultur und Underground. «Dressed To Thrill» wird im Berliner Kulturforum gezeigt. Im Gropius Bau rekonstruiert die Ausstellung «Yayoi Kusama. Eine Retrospektive» eine Vielzahl von Präsentationen der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama (bis 1.8.).
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 19. Mai 2021 14:47 Uhr

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