Bundesnachrichtendienst öffnet Besucherzentrum

Bundesnachrichtendienst öffnet Besucherzentrum

Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Bruno Kahl, hat den Kurs größtmöglicher Offenheit seines Dienstes unterstrichen.

Eröffnung Besucherzentrum des Bundesnachrichtendienstes

© dpa

Bruno Kahl, Präsident des BND, steht in der Ausstellung des neuen Besucherzentrums des BND.

Der BND habe sich «entschieden, mehr Transparenz zu wagen, ohne dabei die Geheimhaltung zu gefährden, die für unsere Arbeit zwingend notwendig ist», sagte Kahl am 05. November 2019 bei der Eröffnung des Besucherzentrums des Auslandsgeheimdienstes in Berlin. Der Beauftragte der Bundesregierung für die Nachrichtendienste, Johannes Geismann, betonte, «Nachrichtendienste, die nicht in der Öffentlichkeit agieren, sondern nur im Geheimen arbeiten, werden nie das Vertrauen innerhalb einer Demokratie erwerben können».
Kahl nannte das Besucherzentrum einen Meilenstein in der Geschichte des BND. Es könne dem Dienst in Zukunft auch eine wertvolle Stütze bei der Personalgewinnung werden, da man sich als moderner und attraktiver Arbeitgeber präsentiere. Auf rund 400 Quadratmetern Fläche sind in dem Besucherzentrum mehr als 120 Exponate zu sehen. Das Besucherzentrum ist nach BND-Angaben weltweit das erste öffentlich zugängliche Besucherzentrum eines Nachrichtendienstes. Es liegt in einem vom übrigen streng geheimen Neubaukomplex des BND abgeschirmten Bereich. Für angemeldete Besuchergruppen ist dort eine multimediale und interaktive Dauerausstellung zu sehen.
Gezeigt werden Exponate zu den Themen internationaler Terrorismus, Krisenregionen, Migration, Cyberbedrohung und Proliferation - der unkontrollierten Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen. Auf einer «Mitarbeiterwand» sind Anekdoten aus dem Leben von Agenten zu lesen. An der Geschichtswand finden sich Exponate aus mehr als 60 Jahren BND-Historie. Der BND empfängt bereits jetzt mehr als 250 Gruppen mit mehr als 15 000 Besuchern im Jahr. Sie kommen vor allem aus den Wahlkreisen der Bundestagsabgeordneten. Auch Schüler ab der 10. Klasse sowie Interessierte aus Verbänden und Vereinen sind unter den Besuchern.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 5. November 2019 16:33 Uhr

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