Besucheranstieg in Museen der Preußenstiftung

Besucheranstieg in Museen der Preußenstiftung

Die Zahl der Besucher steigt, doch die großen Museen in Berlin wollen noch mehr Interessierte anziehen. Auch durch kostenlosen Eintritt?

Stiftung Preußischer Kulturbesitz

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Die Villa von der Heydt, Sitz des Präsidenten und der Hauptverwaltung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK).

Die Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz haben im vergangenen Jahr einen Besucherzuwachs verzeichnen können. Die 16 Sammlungen an 19 Standorten lockten insgesamt 3,793 Millionen Interessierte. 2017 lag die Zahl bei 3,525 Millionen.
«Uns fehlen etwa eine Million Besucher durch geschlossene Häuser», sagte Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen am Dienstag in Berlin. Pergamonmuseum und Neue Nationalgalerie werden derzeit umfassend saniert.
Nach Angaben Eissenhauers können die Museen etwa 20 bis 30 Prozent der potenziell erreichbaren Besucher anlocken. Dies entspreche etwa den Werten vergleichbarer Einrichtungen in New York, London oder Paris. Allerdings wolle jeder Museumsdirektor mehr Besucher, «auch wir», sagte Eissenhauer. Dafür könnte nach Einschätzung des Generaldirektors auch die neue James-Simon-Galerie sorgen. Der von Stararchitekt David Chipperfield entworfene Bau dient als Empfangsgebäude für die Museumsinsel im Herzen Berlins und soll am 12. Juli eröffnet werden.
Stiftungspräsident Hermann Parzinger kündigte für Museen und Bibliotheken mehr Service an, um die Häuser besucherfreundlicher zu machen. So sollen in einigen Einrichtungen Gebühren abgeschafft, Öffnungszeiten verlängert und digitale Zugänge zu Archiven vereinfacht werden.
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Zurückhaltend zeigten sich Parzinger und Eissenhauer in der Frage von kostenlosem Eintritt für die Museen. Das Humboldt Forum in der gerade entstehenden neuen Variante des Schlosses soll zunächst für drei Jahre keinen Eintritt verlangen. Anschließend sollen die Auswirkungen auch auf die direkt angrenzenden Häuser der Museumsinsel und andere Einrichtungen analysiert werden. Eissenhauer verwies darauf, dass in den Museen der Stiftung Besucher unter 18 Jahren freien Eintritt haben. Zudem sei kostenloser Zugang nicht alleiniges Kriterium für den Anreiz von Museumsbesuchen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 10. April 2019 15:46 Uhr

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