Bilanz zum Ende der Stalin-Ausstellung: 25 000 Besucher

Bilanz zum Ende der Stalin-Ausstellung: 25 000 Besucher

Rund 25 000 Interessierte haben sich die Ausstellung «Der Rote Gott - Stalin und die Deutschen» in der Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen angesehen.

Eine Büste von Josef Stalin

© dpa

Eine Büste Stalins steht in der Sonderausstellung «Der Rote Gott - Stalin und die Deutschen» in Berlin.

Die nach rund fünf Monaten beendete Schau hatte sich mit dem Personenkult um den sowjetischen Diktator Josef Stalin in der frühen DDR auseinandergesetzt. Vielen Besuchern sei der Einfluss Stalins relativ unbekannt gewesen. Mit der Ausstellung sei die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen offensichtlich in eine Informationslücke gestoßen, sagte Sprecher André Kockisch am 03. Juli. Laut Gedenkstätte unterschrieb Stalin mehr als 44 000 Todesurteile eigenhändig.

Jetzt wird die Ausstellung abgebaut

Etliche Exponate, die als Leihgaben zu sehen waren, werden zurückgegeben. Darunter ist auch eine tonnenschwere, fünf Meter große Stalinstatue, die zurück in die Mongolei geht. Die Gedenkstätte plant nun laut Kockisch eine neue Ausstellung. Auf einem multimedialen Stadtplan von Berlin sollen Orte gezeigt werden, an denen die Stasi in Ost und West aktiv war. Auch Standorte von konspirativen Wohnungen und toten Briefkästen sollen dabei sein. Zudem sollen die Geschichten von Menschen erzählt werden, die in die Fänge der Stasi gerieten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 3. Juli 2018