Timm Ulrichs: Gelassen in der Corona-Krise

Timm Ulrichs: Gelassen in der Corona-Krise

Obwohl er mit fast 80 Jahren zur Risikogruppe zählt, bleibt Künstler Timm Ulrichs angesichts der Corona-Pandemie gelassen.

Künstler Timm Ulrichs

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Der Künstler Timm Ulrichs spricht bei der Inbetriebnahme seiner Installation «wir-kl-ich» im Sprengel Museum.

«Die Coronakrise ist eine neue Erfahrung. Ich habe die letzten Jahre des Krieges erlebt, das war dramatischer und schlimmer», sagte der emeritierte Professor der Kunstakademie Münster der dpa. «1943 ist unser Haus in Berlin zerstört worden, danach kamen die Evakuierung und die Flucht mit Leiterwagen und Zügen gen Westen.» An tote Menschen könne er sich zwar nicht erinnern, wohl aber an tote Pferde.
Das Unheimliche und Bedrohliche an dem neuen Coronavirus sei, dass man es nicht sehen könne, sagte Ulrichs. «Man sieht nur die Folgen, nicht den Erreger, nicht den eigentlichen Feind.» Man kämpfe gegen ein Phantom. Einen Angreifer, der einen physisch attackiert, könne man dagegen durch gezielte Karateschläge niederstrecken.
Der in Hannover und Berlin lebende Ulrichs wird am 31. März 80 Jahre alt. Mehrere Ausstellungen anlässlich seines Geburtstags mussten in den vergangenen Wochen wegen der Ausgangsbeschränkungen unterbrochen beziehungsweise verschoben werden.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 1. April 2020 09:55 Uhr

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