Kontaktbeschränkungen für Geimpfte nach Weihnachten

Kontaktbeschränkungen für Geimpfte nach Weihnachten

In Brandenburg gelten für Geimpfte und Genesene vom kommenden Montag an schärfere Corona-Regeln. Private Treffen seien für sie dann nur noch mit bis zu zehn Menschen erlaubt, wie das Kabinett am Mittwoch nach Angaben des Gesundheitsministeriums beschloss.

FFP2-Maske

© dpa

Eine FFP2-Maske liegt auf einem Leuchttisch.

Das sei angesichts der rasanten Verbreitung der neuen Omikron-Variante des Coronavirus notwendig. Bund und Länder hatten am Dienstag vereinbart, dass die Obergrenze spätestens ab 28. Dezember greifen soll. Die neue Beschränkung gilt vorerst bis zum 19. Januar. Andere Verschärfungen hat Brandenburg bereits beschlossen, sie bleiben in Kraft.
Private Treffen: Die Obergrenze von zehn Menschen für Geimpfte und Genesene gilt vom 27. Dezember an drinnen wie draußen. Bis zum zweiten Weihnachtstag sind Obergrenzen von bis zu 200 Menschen im Freien und bis zu 50 in Innenräumen in Kraft. Wenn jemand ohne Corona-Impfung dabei ist, ändert sich ab Montag nichts: Zu privaten Treffen dürfen zum eigenen Haushalt nur bis zu zwei Menschen eines anderen Haushalts hinzukommen; Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt; Ausnahmen gelten auch etwa für die Begleitung Hilfsbedürftiger.
In Hotspot-Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 750 und dem Anteil der Covid-19-Patienten in Intensivbetten von über zehn Prozent gilt weiter eine nächtliche Ausgangsbeschränkung für Ungeimpfte. Wer gegen Kontaktregeln verstößt, dem drohen Bußgeld von bis zu 500 Euro.
Clubs und Diskos: Sie bleiben geschlossen. Tanzen in diesen Einrichtungen ist verboten.
Großveranstaltungen: Sie sind nicht mehr erlaubt, wenn mehr als 1000 Menschen zusammenkommen.
Versammlungen: Für Demos im Freien gilt weiter eine Obergrenze von 1000 Teilnehmern plus Maskenpflicht und Mindestabstand.
Silvester: Ansammlungen sind verboten. Für belebte Plätze, die die Kommunen definieren, gilt ein Feuerwerksverbot. Potsdam hat ein Böllerverbot für das gesamte Stadtgebiet verhängt.
2G-Regel: In Gaststätten, im Einzelhandel - bis auf den Alltagsbedarf - und in Theatern, Opern und Kinos haben mit der 2G-Regel nur Geimpfte und Genesene Zutritt. Kinder unter 14 Jahren dürfen ebenfalls rein, auch unter 18-Jährige mit negativem Corona-Test.
Krisenstab: Zur Vorbereitung auf eine Verschärfung der Corona-Lage wegen Omikron setzt Brandenburg ab Donnerstag einen Krisenstab ein. Es gehe im Kern um die Gewährleistung der öffentlichen Ordnung und um die Versorgungssicherheit zum Beispiel mit Gas, Strom und Lebensmitteln, sagte Innenminister Michael Stübgen (CDU).
Corona-Lage: Die Zahl bestätigter Infektionsfälle mit der Coronavirus-Variante Omikron stieg nach 27 Fällen am Dienstag laut Gesundheitsministerium auf 36. Die Variante wurde mittlerweile in neun Landkreisen, Potsdam und Brandenburg/Havel nachgewiesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz neuer Ansteckungen je 100.000 Einwohner liegt in Brandenburg mit 552 fast doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt mit 289. Bei der Corona-Warnampel sind neben der Sieben-Tage-Inzidenz auch die Zahl neuer Krankenhauspatienten mit Covid-19 in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner mit 6,6 und der Anteil der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten mit 24,7 Prozent im Alarmbereich auf Rot.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 22. Dezember 2021 16:18 Uhr

Aktuelle Meldungen aus Berlin