Datenklau an Geldautomaten bleibt auf niedrigem Niveau

Datenklau an Geldautomaten bleibt auf niedrigem Niveau

In Brandenburg sind Datendiebe an Geldautomaten in diesem Jahr bislang sehr selten zum Zug gekommen. Im Zeitraum von Januar bis November 2021 registrierte die Frankfurter Einrichtung Euro Kartensysteme einen sogenannten Skimming-Fall in Brandenburg. Bereits im Vergleichszeitraum 2020 als auch 2019 zählte die Frankfurter Einrichtung nur einen Fall.

Geldautomat

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Der Schriftzug "Geldautomat" auf einem Geldautomaten.

Der englische Begriff «Skimming» bedeutet «abschöpfen» oder «absahnen». Dabei werden Geldautomaten manipuliert, um Kartendaten und Geheimnummern (PIN) von Bankkunden auszuspähen.
Das Geschäftsmodell «Skimming» sei allerdings ein Auslaufmodell und für die Betrüger uninteressanter geworden, so die Einrichtung Euro Kartensysteme. Die Finanzbranche führt den seit Jahren zu beobachtenden Rückgang vor allem auf die sogenannte EMV-Technik zurück: Dabei sind Bezahlkarten mit einer Art Mini-Computer ausgestattet. EMV-fähige Geldautomaten sind schwerer zu manipulieren. Deutschland setzt seit Jahren auf die EMV-Technik.
Die meisten Fälle von «Skimming» wurden in Bayern (55) gezählt, gefolgt von Baden-Wüttenberg (26), Niedersachsen (13), Hessen (11), Nordrhein-Westfalen (6), Schleswig-Holstein (2) und Rheinland-Pfalz (2).
Verbraucher in Deutschland, die Opfer von «Skimming» geworden sind, müssen normalerweise keinen finanziellen Nachteil fürchten. In der Regel ersetzen Geldinstitute solche Schäden - vorausgesetzt, die Kunden sind sorgfältig mit ihrer Bankkarte und PIN umgegangen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 19. Dezember 2021 08:19 Uhr

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