Brandenburg: Weihnachtscircus baut trotz unsicherer Lage auf

Brandenburg: Weihnachtscircus baut trotz unsicherer Lage auf

Trotz der weiterhin unsicheren Lage in der Corona-Pandemie bereitet sich der traditionelle Weihnachtscircus in Brandenburg an der Havel auf Publikum vor.

Zwar sei der Aufbau mit einem gewissen Risiko verbunden, dennoch wolle man für Vorstellungen vorbereitet sein, sagte eine Sprecherin des Weihnachtscircus der Deutschen Presse-Agentur. Das große Hauptzelt und Vorzelte sind dort bereits aufgebaut. Als nächstes soll nun der Boden verlegt, die Imbiss-Buden aufgebaut und geschmückt werden. Vom 22.12.2021 bis zum 09.01.2022 soll der Weihnachtscircus für Publikum geöffnet werden.
Statt etwa 600 Gäste pro Vorstellung wie in den Jahren vor der Corona-Krise erwartet die Sprecherin in diesem Jahr weniger als die Hälfte. «Wenn wir 200 bis 250 Sitzplätze im großen Zelt belegen dürfen, dann wäre das schon super.» Neben Clowns und Hochseilakrobatik soll auch die Motorradshow «Kugel des Todes» und eine Pole-Dancerin das Publikum begeistern. Für Veranstaltungen gelten in Brandenburg aktuell die 2G-Regeln, Mindestabstand und Maskenpflicht.
Angesichts der steigenden Belastung in Krankenhäusern hat der Brandenburger Landtag am 13. Dezember 2021 den Weg für schärfere Corona-Regeln geebnet. Das Parlament stellte mit Mehrheit eine konkrete Gefahr der epidemischen Ausbreitung des Coronavirus fest, damit die Landesregierung strengere Beschränkungen beschließen kann. Die rot-schwarz-grüne Koalition plant unter anderem, Clubs und Discos zu schließen und Großveranstaltungen zu beschränken. Am Dienstag soll über weitere Maßnahmen entschieden werden.
Wegen der aktuellen Corona-Lage haben andere große Weihnachtszirkusse in Deutschland, wie beispielsweise in Dresden, Stuttgart oder Offenburg, für dieses Jahr ihre Vorstellungen bereits abgesagt. Laut Ralf Huppertz vom Verband deutscher Circusunternehmen (VDCU) gibt es jedoch immer noch Zirkusse die alles versuchen, um öffnen zu können. Dies betreffe vor allem kleinere Unternehmen, für die sich auch eine Besetzung zu fünfzig oder weniger Prozent der Sitzplätze finanziell noch lohne.
Wegen der wegfallenden Einnahmen seien jedoch alle Zirkusse und Schausteller in Deutschland auf weitere finanzielle Hilfen des Staates angewiesen. Für das kommende Jahr plane man unterdessen weiter «mit Fragezeichen», so Huppertz.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 14. Dezember 2021 08:39 Uhr

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