Landtag gedenkt gestorbenen Landtagspräsidenten Knoblich

Landtag gedenkt gestorbenen Landtagspräsidenten Knoblich

Der erste Brandenburger Landtagspräsident nach der deutschen Einheit, Herbert Knoblich, ist tot. Das sagte die amtierende Präsidentin des Landtages, Ulrike Liedtke, am Montag in Potsdam. Die SPD-Politikerin würdigte den Parteifreund als Parlamentarier der ersten Stunde, der maßgeblich den Aufbau der parlamentarischen Strukturen in Brandenburg bestimmt habe.

Herbert Knoblich

© dpa

Herbert Knoblich, erster Landtagspräsident von Brandenburg, lächelt.

Liedtke sagte zu Beginn einer Corona-Sondersitzung, Knoblich habe durch sein Handeln und sein Engagement dazu beigetragen, dass Brandenburg einen festen und anerkannten Platz in der Gemeinschaft der Bundesländer habe. «Für diese außerordentliche Leistung danken wir ihm.» Die Abgeordneten erhoben sich zu einer Gedenkminute.
Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) würdigte Knoblich als «großen Mann der ersten Stunde, einen aufrechten Demokraten und leidenschaftlichen Parlamentarier». «Unser Parlament kann sich glücklich schätzen, in den extrem arbeitsintensiven, hitzigen und schwierigen ersten Jahren nach der Landesneugründung einen Mann an der Spitze gehabt zu haben, der immer einen klaren Kompass für sein Tun hatte.»
Knoblich war von 1990 an Abgeordneter der SPD im Landtag und war von 1990 bis 2004 Landtagspräsident. Sein direkter Nachfolger war Gunter Fritsch (SPD), der von 2004 bis 2014 Präsident des Parlaments war. Von 2014 bis 2019 stand Britta Stark (SPD) an der Spitze des Landtags. Knoblich wurde 82 Jahre alt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 13. Dezember 2021 17:22 Uhr

Aktuelle Meldungen aus Berlin