Covid-Versorgung: Bergmann-Klinikum stockt Kapazitäten auf

Covid-Versorgung: Bergmann-Klinikum stockt Kapazitäten auf

Aufgrund der dynamischen Corona-Infektionslage hat der Krisenstab des Potsdamer Krankenhauses Ernst von Bergmann beschlossen, die Bettenkapazitäten für die Covid-Versorgung aufzustocken. Im ersten Schritt seien am Dienstag 28 Betten für die Covid-Normalversorgung auf der Station E2 zu Verfügung gestellt worden, teilte das Klinikum mit. Dorthin seien die aktuell 21 Covid-19-Patienten verlegt worden. Die 23 Betten der bisherigen Covid-Station würden nun als sogenannte Covid-Abklärungsstation genutzt, in der alle Patienten bei der Aufnahme zunächst auf das Coronavirus getestet würden.

Ernst von Bergmann Klinikum Potsdam

© dpa

Der Eingangsbereich des Ernst von Bergmann Klinikums.

Für die Intensiv-Versorgung von Covid-Patienten würden weiterhin 10 Betten in einem separaten Bereich bereit gehalten, teilte das Klinikum weiter mit. Eine Aufstockung auf 16 Betten sei möglich.
Die Zahl der Covid-Patienten steige weiter an, sagte der Geschäftsführer des Klinikums, Hans-Ulrich Schmidt, zur Begründung. Dies stelle die Klinik vor sehr große Herausforderungen. «Denn jedes weitere Covid-Bett bedeutet weniger Behandlungsmöglichkeiten für «Normal-Patienten»», sagte Schmidt. «Trotzdem gilt: Sämtliche Notfall-Operationen sowie OP's onkologischer Krankheitsbilder oder von Patienten mit einem hohen Risiko der Verschlechterung des Krankheitsbildes ohne OP werden auch weiterhin durchgeführt.»
Allerdings müssten die Normalversorgung und die OP-Kapazitäten weiter begrenzt werden, betonte der Geschäftsführer. Das bedeute auch, dass Patienten in weiter entfernte Krankenhäuser verlegt werden müssten.
In dem Krankenhaus hatte es nach einer Mitteilung vom Montag einen Corona-Ausbruch gegeben, von dem 17 Patienten und Mitarbeiter betroffen sind. Daher wurden ein Besuchsverbot für die Station, Aufnahmestopp und engmaschige Kontrolltests veranlasst. Seit dem 20. November haben Besucher nur noch Zutritt zum Klinikum, wenn sie geimpft oder genesen sind und zusätzlich einen aktuellen negativen Test vorweisen können.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 30. November 2021 17:11 Uhr

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