Im Oderbruch kann man den Advent am Holzbrandofen verbringen

Im Oderbruch kann man den Advent am Holzbrandofen verbringen

Töpfer Manfred Dannegger aus Groß Neuendorf (Märkisch-Oderland) lädt Besucher an den Adventswochenenden zum Fachsimpeln am Holzbrandofen. Jeweils ab 11 Uhr bis zum Dunkelwerden öffnet der 72-Jährige nicht nur seinen Laden hinter dem Oderdeich, sondern zeigt auch, wie das Braunzeug Bunzlauer Art in seiner Werkstatt gedreht und gebrannt wird. Herzstück seines traditionellen Handwerks sei der selbst gebaute Holzbrandofen, sagt Dannegger.

Töpfern im Oderbruch

© dpa

Manfred Dannegger hockt im geöffneten Ofen und holt die gebrannten Gefäße heraus.

Der Ofen gebe letztlich den Takt vor. Laufe dort 20 Stunden lang alles nach Plan, entstehe das feuerfeste und sehr dichte Gebrauchsgeschirr mit der charakteristischen dunkelbraunen Farbe und dem matten Glanz, erläutert Dannegger. Zuvor müsse die auf der Töpferscheibe gedrehte Keramik tagelang getrocknet, anschließend verputzt und glasiert werden. Die Technik stammt aus der niederschlesischen Stadt Bunzlau (polnisch: Boleslawiec), wo es noch heute reiche Tonlager und seit dem 16. Jahrhundert eine urkundlich erwähnte Töpfertradition gibt. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten die neuen polnischen Bewohner dieses Handwerk der Deutschen übernommen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 30. November 2021 05:48 Uhr

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