Brandenburger Hot-Spots mit Ausgangsbeschränkungen steigen

Brandenburger Hot-Spots mit Ausgangsbeschränkungen steigen

Die Zahl der Hotspot-Regionen in Brandenburg mit drohenden Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte gegen das Coronavirus wächst. Wegen steigender Corona-Inzidenzen gelten in fünf Landkreisen und der kreisfreien Stadt Frankfurt (Oder) nächtliche Ausgangsbeschränkungen für nicht Geimpfte von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Sonntag lagen die Kreise Elbe-Elster (1603,6), Spree-Neiße (1374,2) Oberspreewald-Lausitz (1141,2), Dahme-Spreewald (1090,5), Teltow-Fläming (951,9) und Frankfurt (Oder) (850,7) an drei aufeinanderfolgenden Tagen über einer Sieben-Tage-Inzidenz von 750. Damit gelten sie als Hot-Spots. Elbe-Elster hat bundesweit den dritthöchsten Wert in einem Landkreis.

In der zweitgrößten Stadt Brandenburgs Cottbus könnten ab Montag Ausgangsbeschränkungen in Kraft treten, die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Sonntag mit 920,0 den dritten Tag über dem Schwellenwert von 750. Eine entsprechende Bekanntmachung durch die Stadt werde derzeit vorbereitet, so Sprecher Jan Gloßmann.
Das Brandenburger Kabinett hatte am Dienstag die Verschärfung der Corona-Regeln beschlossen. Wenn in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 750 liegt und die Auslastung der Intensivbetten landesweit bei über zehn Prozent liegt, gilt von 22 bis 6 Uhr eine Ausgangsbeschränkung für Ungeimpfte. Diese Maßnahmen treten ab dem Tag nach der Bekanntgabe durch die zuständige Behörde in Kraft und gelten längstens bis zum Ablauf des 15. Dezember.
Landesweit stiegen die Ansteckungen mit dem Coronavirus innerhalb einer Woche je 100.000 Einwohner auf 709,4 nach 674,7 am Samstag. Das Land hat damit nach Angaben des Robert Koch-Instituts weiter den vierthöchsten Wert bundesweit nach Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Am Sonntag vergangener Woche steckten sich 559,5 von 100.000 Menschen mit dem Virus an. Die Corona-Zahlen in Brandenburg liegen damit weiter deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt. Der lag am Sonntagmorgen nach RKI-Angaben bei 446,7.
Innerhalb eines Tages kamen nach Angaben des Gesundheitsministeriums 2 371 neue Fälle hinzu, zwei Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Der Süden des Landes bleibt Schwerpunkt bei der Höhe der Corona-Inzidenzen. Allein im Kreis Spree-Neiße kamen binnen 24 Stunden 283 neue Fälle hinzu, in Elbe-Elster waren es 244, in der Stadt Cottbus 241 bestätigte Neuinfektionen.
Die Zahl der Infizierten und Erkrankten liegt bei geschätzt rund 39 800, in der Vorwoche waren es 26.600. Aktuell werden 570 Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich 133 auf Intensivstationen, hiervon müssen mit Stand Samstag 109 beatmet werden. Die landesweite Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz ging mit 4,43 im Vergleich zum Vortag leicht zurück (4,82). Die Warnampel steht in diesem Bereich auf gelb.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 28. November 2021 12:20 Uhr

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