Netzhoppers finden ihre Lage «echt frustrierend»

Netzhoppers finden ihre Lage «echt frustrierend»

Die dreiwöchige unfreiwillige Spielpause hat beim Volleyball-Bundesligisten Netzhoppers KW-Bestensee Spuren hinterlassen. «Wir waren ein bisschen raus aus unserem Rhythmus», sagte Außenangreifer Theo Timmermann nach der 1:3 (18:25, 25:27, 25:21, 19:25)-Heimniederlage am Samstag gegen die SWD powervolleys Düren. Der 25-Jährige gab aber auch zu bedenken: «Gegen den Tabellenzweiten zu verlieren, ist sicher keine Schande.»

Weil sich mehrere Spieler der Netzhoppers mit dem Coronavirus infiziert hatten, waren zuvor die Bundesligapartien beim VfB Friedrichshafen am 12. November sowie bei den UV Frankfurt neun Tage später abgesagt worden. Trainer Tomasz Wasilkowski haderte: «Die Lage ist echt frustrierend. In den vergangenen Wochen konnte ich kein einziges Mal mit dem kompletten Kader trainieren.» Seine Schlussfolgerung: «Jetzt müssen wir alles wieder von vorne aufbauen.»
Gegen Düren fehlten in Dirk Westphal und Stefan Kaibald zwei Außenangreifer wegen noch nicht beendeter Corona-Quarantäne. Deshalb kam der erst 19 Jahre alte Max Schulz, ehedem VC Olympia Berlin, zu seinem ersten Langzeit-Einsatz. Weil zudem Libero Kamil Ratajczak ausfiel, hatten sich die Netzhoppers in Gian-Luca Berger beim Drittligisten SV Schulzendorf kurzfristig Ersatz besorgen müssen. Berger spielte vier Sätze lang durch.
«Wir wussten, dass es ein kleines Abenteuer wird», sagte Timmermann. Aber auch Düren musste ohne Leistungsträger wie Sebastian Gevert, Björn Andrae und Tomas Kocian auskommen. Ein Vorteil ergab sich daraus für die Netzhoppers nicht. «Im zweiten Satz haben wir uns reingekämpft ins Spiel und im dritten gut abgeliefert», sagte Timmermann. Mehr ging allerdings nicht.
Die Netzhoppers bleiben jedoch zuversichtlich. «Wir müssen weitermachen. Jetzt hat das nächste Spiel Vorrang», sagte Timmermann. Am 7. Dezember ist die Mannschaft bei den Grizzlys Giesen gefordert - und wahrscheinlich wieder komplett.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 28. November 2021 08:46 Uhr

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