Einbrecher sabotieren Technik in Schweinestall: Tiere tot

Einbrecher sabotieren Technik in Schweinestall: Tiere tot

Nach zwei Einbrüchen in eine Schweinezuchtanlage bei Karstädt (Prignitz-Kreis) sucht die Polizei länderübergreifend nach den Tätern. Wie ein Polizeisprecher am Sonntag erklärte, stellten Mitarbeiter der Ferkelaufzuchtanlage am Samstag fest, dass Heizung und Lüftung absichtlich ausgeschaltet waren. Wegen der fehlenden Lüftung waren bereits drei Tiere des Bestandes verendet. Bei den Ermittlungen kam heraus, dass Unbekannte schon in der Nacht zu Freitag in die gleiche Anlage eingebrochen waren. Der Betrieb liegt in einem kleinen Ortsteil von Karstädt unweit der Autobahn 14 die Richtung Schwerin führt.

Streifenwagen mit eingeschaltetem Blaulicht

© dpa

Ein Polizist steht vor einem Streifenwagen mit eingeschaltetem Blaulicht.

Auch in der Nacht zu Freitag waren Heizung und Lüftung in dem Betrieb abgeschaltet und sogar Fenster geöffnet und beschädigt worden. Die Schäden sollen am Freitag noch behoben worden sein. Im Zuge der Ermittlungen wurde festgestellt, dass auch Geschäftsunterlagen gestohlen worden waren.
Der Fall ähnelt einem Vorfall Ende 2018 in Gülzow bei Malchin (Mecklenburgische Seenplatte). Dort waren in der Nacht zum 23. Dezember 2018 von 428 Ferkeln 416 Tiere erstickt, weil Einbrecher dort ebenfalls Heizung und Lüftung abgestellt hatten. Die Ferkel waren etwa 22 Kilogramm schwer. Der Schaden wurde damals auf mehr als 21 000 Euro geschätzt. Die Suche nach den Tätern dauert weiter an. Die Ermittlungen laufen in beiden Fällen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, schweren Diebstahls und Hausfriedensbruchs.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 21. November 2021 20:35 Uhr

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