Bürgermeisterin: Viele Interessenten für Ansiedlung

Bürgermeisterin: Viele Interessenten für Ansiedlung

Die Stadt Welzow am Tagebaurand kann auf Einwohnerzuwachs hoffen. Es gebe sehr viele Anfragen aus Dresden, Berlin und den alten Bundesländern, die verstärkt nach Grundstücken fragten, sagte Bürgermeisterin Birgit Zuchold am Donnerstag im Braunkohleausschuss des Landes Brandenburg in Cottbus. «Wir können erfreulicherweise feststellen, dass es sehr, sehr viele Menschen gibt, die aus Ballungsgebieten das Leben in einem ländlichen Raum genießen würden - wer hätte das mal irgendwann gedacht.»

In den vergangenen Jahrzehnten waren Zuchold zufolge insgesamt etwa 1000 Einwohner durch Umsiedlungen am Tagebau verloren gegangen. Welzow sei durch die jahrelange Ungewissheit, ob Teile der Stadt der Braunkohle weichen müssen, geschwächt worden. Zahlreiche Einwohner seien weggezogen und hätten ihre Häuser und Grundstücke aufgegeben.
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Nach der Revierplanung des Lausitzer Tagebaubetreibers Leag verzichtet das Unternehmen künftig auf den Tagebau Welzow II. Damit bleibt das umstrittene Teilfeld der Grube Welzow-Süd erhalten. Dort liegen der Ort Proschim und auch Teile der Stadt Welzow. Einwohner in Proschim, Welzow und der ganzen Lausitz hatten jahrelang gegen die Pläne des Bergbaubetreibers für einen neuen Tagebau gekämpft. Der Revierplan der Leag wurde an den beschlossenen Kohleausstieg angepasst.
Die Stadt sei zunächst noch nicht in der Lage gewesen, entsprechende Bebauungspläne vorzuweisen, saget Zuchold. Sie hofft bei der Flächenentwicklung auf die Unterstützung der Landesregierung. Bei der Nutzung von Bergbaufolgelandschaften arbeite die Stadt eng mit der Brandenburgischen-Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) zusammen. Geplant sei etwa, auf einer Sonderentwicklungsfläche einen Mountain-Bike-Park und terassenartige Landschaftsräume aufzubauen. Auch eine ein Hektar große Wasserfläche zur Sicherung des Ökosystems soll einmal auf den ehemaligen Tagebauflächen entstehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 4. November 2021 16:28 Uhr

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