Brandenburg wartet auf afghanische Ortskräfte

Brandenburg wartet auf afghanische Ortskräfte

In Brandenburg werden für diesen Donnerstag erstmals seit der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban Ortskräfte und ihre Familien aus Afghanistan erwartet. Das Land hatte dem Bund wie auch andere Bundesländer seine Aufnahmebereitschaft für die Erstversorgung signalisiert. Nach der geplanten Ankunft auf dem Flughafen in Frankfurt am Main am frühen Morgen sollen die Menschen nach einem Verteilschlüssel in die Bundesländer weiterreisen. Einige werden wohl auch in Brandenburg bleiben. Wie viele das sind, ist nach Angaben eines Sprechers des Potsdamer Innenministeriums von Mittwoch noch völlig ungewiss.

Konflikt in Afghanistan - Deutschland

© dpa

Ein Flugzeug der Lufthansa landet am Flughafen Frankfurt.

«Genaue Zahlen kennen wir noch nicht. Dass ergibt sich im Laufe der Nacht, spätestens morgen nach Ankunft der Flieger. Wir rechnen intern aber mit 100 bis 150, könnten im Extremfall aber maximal 350 aufnehmen», sagte der Sprecher.
Der Sprecher des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Jochen Hövekenmeier, hatte gesagt: «Es ist wichtig, dass wir diesen Menschen jetzt Schutz bieten und sie erst einmal in Ruhe ankommen können.» Das BAMF koordiniert gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium die Verteilung zur Erstaufnahme in die Länder.
Bei der Erstaufnahme geht es darum, die Ankommenden zu registrieren, Formalitäten zu klären und sie mit dem Nötigsten zu versorgen, bevor sie dann auch in andere Länder weiterreisen sollen. Das Innenministerium Brandenburg geht davon aus, dass sie nach ihrer Ankunft wahrscheinlich drei bis vier Tage in Brandenburg bleiben werden.
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Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan am vergangenen Wochenende hatten Deutschland und andere westliche Staaten begonnen, ihre Staatsbürger und gefährdete afghanische Ortskräfte, die etwa für die Bundeswehr oder Hilfsorganisationen gearbeitet haben, in großer Eile auszufliegen. Daran ist die Bundeswehr beteiligt.
In der Außenstelle der Zentralen Ausländerbehörde in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) ist nach Angaben des Innenministeriums in Potsdam Platz für etwa 350 Menschen. Sie werden auf das Coronavirus getestet, erhalten ein Hygienepaket, bei Bedarf medizinische Unterstützung und Kleidung, falls dies erforderlich ist. Bevor sie dann weiter in andere Bundesländer kommen, soll zusätzlich ein PCR-Test gemacht werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 19. August 2021 05:08 Uhr

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