Liedtke zu Mauerbau: Jedes Opfer ist und war eine «Tragödie»

Liedtke zu Mauerbau: Jedes Opfer ist und war eine «Tragödie»

Am 60. Jahrestag des Mauerbaus hat Brandenburgs Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke an die Opfer an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze gedacht.

Ulrike Liedtke

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Ulrike Liedtke, Präsidentin des Brandenburger Landtages.

«Jede und jeder von ihnen hatte seine eigene Geschichte, seine Motive und Hoffnungen, hatte Fähigkeiten und Perspektiven, die jäh zerstört wurden durch den Tod an der Mauer», sagte sie bei einer Gedenkveranstaltung mit Ministerpräsident Dietmar Woidke und Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (beide SPD) am Grenzturm Bergfelde in Hohen Neuendorf (Oberhavel). «In jedem einzelnen Fall war und ist das eine Tragödie», sagte sie.
In dem Waldstück erinnerten 140 leere Stühle an diejenigen, die an DDR-Sperranlagen ihr Leben verloren hatten. «Wir wollen uns so individuell wie möglich an die Opfer der Mauer erinnern, so wie sie es mit all ihren Hoffnungen, Wünschen und Ideen verdient haben», sagte Woidke. «Wir trauern um den Verlust, und wir nehmen die Verantwortung an, die sich aus ihrem Tod ergibt.» Der Tod dieser Menschen habe eine große Lücke im Leben vieler Menschen hinterlassen. In Gedenken an die Opfer lasen der SPD-Politiker und weitere die Namen der Opfer vor, die durch die Teilung ums Leben kamen, während Schüler aus Hohen Neuendorf ihre Namensschilder auf den leeren Stühlen platzierten.
August 1961: Mauerbau in Berlin
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Am 13. August 2021 jährt sich der Mauerbau bereits zum 60. Mal. Mit zahlreichen Veranstaltungen gedenkt Berlin dem Ereignis am Wochenende vom 13. bis 15. August 2021. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 13. August 2021 20:39 Uhr

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