Stahlwerker fordern Investitionen in grünen Stahl

Stahlwerker fordern Investitionen in grünen Stahl

In den kommenden Jahren soll Stahl mehr und mehr klimaneutral produziert werden - die Gewerkschaft IG Metall und Beschäftigte von Arcelormittal in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) fordern nun die dafür notwendigen Investitionen in den Standort. Sie haben ein gemeinsames Positionspapier mit Forderungen an Politik und den Konzern verfasst, wie die IG Metall am Mittwoch mitteilte.

ArcelorMittal

© dpa

Verzinkte und aufgewickelte Metallbänder, sogenannte Coils, werden bei dem Stahlkonzern ArcelorMittal transportiert und gelagert.

In dem Papier verlangen Gewerkschaft und Beschäftigte unter anderem den Aufbau einer Direktreduktionsanlage (DRI) zur Eigenversorgung in Eisenhüttenstadt oder Alternativkonzepte. Zudem müsse die benötigte Investition von rund einer Milliarde Euro sichergestellt werden, hieß es in dem Papier. Enthalten sind auch Forderungen nach einer Standortgarantie von Konzern und Politik bis 2045. Zudem sollten die Beschäftigten in die Erarbeitung von Konzepten mit einbezogen werden.
«Wir wollen verhindern, dass wir im Stahlwerk in Eisenhüttenstadt irgendwann nur noch die Weiterverarbeitung von Stahl erledigen oder auch diese in Frage gestellt wird», erklärte Holger Wachsmann, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostbrandenburg.
Arcelormittal plant nach eigenen Angaben, bis 2025 das Stahlwerk am spanischen Standort Sestao zum weltweit ersten klimaneutralen Werk umzubauen. Im Zentrum dieser Entwicklung soll der Bau einer 2,3 Millionen Tonnen schweren DRI-Anlage für grünen Wasserstoff in Gijón stehen. In den beiden Flachstahlwerken in Bremen und in Eisenhüttenstadt will das Unternehmen noch vor 2030 rund 3,5 Millionen Tonnen Stahl klimaneutral produzieren und so jährlich über 5 Millionen Tonnen CO2-Emissionen einsparen.
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Zur Absicherung der Standorte sei für Eisenhüttenstadt wie auch für den Standort Bremen ein durchgängiges Gesamtkonzept erforderlich, forderten Beschäftigte und IG-Metall. Für die komplette Umstellung der beiden Standorte auf sogenannten grünen Stahl sind nach Gewerkschaftsangaben mehr als zwei Milliarden Euro erforderlich.
Im Stahlwerk von Arcelormittal am Standort Eisenhüttenstadt werden pro Jahr rund zwei Millionen Tonnen Stahl hergestellt. Bei der Produktion fallen nach Angaben der Gewerkschaft jährlich noch rund drei Millionen Tonnen CO2 an.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 4. August 2021 12:59 Uhr

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