20.000 Euro für neue Schau im Kloster Zehdenick

20.000 Euro für neue Schau im Kloster Zehdenick

Für die neue Dauerausstellung «Der gestickte Himmel» erhält das Kloster Zehdenick (Landkreis Oberhavel) 20.000 Euro Lottomittel vom Kulturministerium. Ab 2022 solle die Schau in den gotischen Räumen des Nordflügels über mehr als 770 Jahre architektonische, spirituelle und kulturelle Geschichte des Klosters informieren, teilte das Kulturministerium am Sonntag mit. Das Kloster habe sich dank des ehrenamtlichen Engagements zu einem Publikumsmagneten im Land entwickelt habe, sagte Kulturministerin Manja Schüle (SPD).

Ministerin Manja Schüle

© dpa

Manja Schüle (SPD) lächelt.

Im Zentrum steht die Abbildung des Zehdenicker Altartuchs, das um 1300 wahrscheinlich von Nonnen vor Ort geschaffen wurde und Eigentum des Klosters ist. Das Original liegt derzeit noch als Leihgabe in der Berliner Nikolaikirche.
Das Tuch stellt auf 76 kleinen, kunstvoll gestickten Medaillons Motive aus dem Neuen Testament sowie christliche Glaubenssätze dar. Weitere 76 Bilder zeigen mystische Bilder.
Das Kloster wurde 1250 von askanischen Herzögen gestiftet. 1541 wurde es in ein evangelisches Damenstift umgewandelt. Heute ist es eine gemeinnützige Stiftung öffentlichen Rechts unter der Aufsicht der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Es wird auf ehrenamtlicher Basis durch ein Stiftskapitel verwaltet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 11. Juli 2021 11:21 Uhr

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