Flüsse füllen sich mit Wasser: Juni aber sehr trocken

Flüsse füllen sich mit Wasser: Juni aber sehr trocken

Die Niederschläge der vergangenen Tage haben in Brandenburg für etwas Entspannung der Wassersituation in den Gewässern gesorgt - insgesamt war der Monat Juni aber sehr trocken. Das geht nach Angaben des Umweltministeriums aus Erhebungen des Landesamtes für Umwelt (LfU) hervor. In den letzten beiden Tagen fiel demnach ein flächendeckender, langanhaltender, zeitweise starker Niederschlag mit über 50 Litern pro Quadratmeter.

Die höchsten Niederschlagssummen wurden im Nordosten von Brandenburg erreicht. «Spitzenreiter» war den Angaben zufolge die Station Angermünde (Uckermark) mit 169 Litern pro Quadratmeter. Das entspricht den Angaben des LfU zufolge fast dem dreifachen Normalwert für den Monat Juni, der bei 59 Litern pro Quadratmeter liegt.
Wegen Überschwemmungen und Erdrutschen, umgestürzter Bäume und vollgelaufener Keller waren die Einsatzkräfte im Nordosten am Mittwoch und Donnerstag im Dauereinsatz. In Angermünde berichteten die Einsatzleiter von Wasserschäden im größeren Umfang im gesamten Stadtgebiet. Auch in Prenzlau mussten die Feuerwehren Keller auspumpen.
Ein erfreulicher Effekt der Niederschläge: Die Wasserstände der Flüsse stiegen landesweit wieder an, darunter die Ucker in Prenzlau (Uckermark), wo es mit am meisten regnete. Dort erfolge derzeit eine manuelle Steuerung des Wehrs am Priestergraben. Das LfU werde auch am Wochenende die Steuerung überwachen und den starken Anstieg der Uckerseen kontrolliert herunterfahren, hieß es.
Hochwasser an den großen Flüssen Elbe und Oder und auch an der Havel wird nicht erwartet. Auch die Spree führt nach Angaben des Landesumweltamtes bis einschließlich des Spreewaldes kein Hochwasser. Nördlich davon - vor den Toren Berlins - zeige die Müggelspree erhöhte, jedoch unkritische Wasserstände. Die Pulsitz in der Lausitz und die Stepenitz in der Prignitz zeigen eine erhöhte Wasserführung. Für beide Flüsse gebe es eine Hochwasser-Warnung. Am Pegel Meyenburg (Prignitz) wird aber der Richtwert der Alarmstufe I nicht erreicht. Für die Schwarze Elster im Süden, die in den vergangenen Jahren durch die Trockenheit teilweise gar kein Wasser führte, sorgen die starken Niederschläge für eine Entspannung der Wassersituation.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 3. Juli 2021 12:38 Uhr

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