30 Jahre deutsch-polnischer Nachbarschaftsvertrag

30 Jahre deutsch-polnischer Nachbarschaftsvertrag

An die Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages vor 30 Jahren ist in Frankfurt (Oder) erinnert worden. «Die Selbstverständlichkeit, mit der die Menschen in Polen und Deutschland sich als Nachbarinnen und Nachbarn heute begegnen und insbesondere im Grenzraum zusammenarbeiten und leben, war vor 30 Jahren noch unvorstellbar», sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-polnische Zusammenarbeit, am Mittwoch. Am 17. Juni 1991 schlossen beide Länder den Vertrag, der als historischer Neuanfang gilt.

30 Jahre Nachbarschaftsvertrag mit Polen

© dpa

Dietmar Woidke (SPD) und Elzbieta Polak treffen sich.

Die mit der Corona-Pandemie verbundenen Einschränkungen hätten deutlich gemacht, wie schmerzhaft die zeitweise Trennung und wie selbstverständlich das Zusammenleben hier bereits sei, sagte Woidke. Seit dem Abschluss ist nach seinen Angaben ein engmaschiges Beziehungsgeflecht entstanden.
Über 400 Städtepartnerschaften gibt es heute. Das Deutsch-Polnische Jugendwerk feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum. Etwa drei Millionen Jugendliche wurden dadurch bisher zusammengeführt. Auch wirtschaftlich gibt es viele Verflechtungen. Seit 1991 hat sich das Handelsvolumen um das 15-fache gesteigert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 16. Juni 2021 17:34 Uhr

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