Naturschützer befürchten tierische Probleme nach Corona

Naturschützer befürchten tierische Probleme nach Corona

Die Corona-Pandemie hat nicht nur die Nachfrage nach einheimischen Haustieren wie Hund oder Katze ansteigen lassen. Auch der Wildtierhandel boome, sagte Christiane Schröder, Geschäftsführerin des Brandenburger Naturschutzbundes (NABU). Aus Langeweile hätten sich viele Leute Tiere angeschafft, um aufzufallen, verstärkt auch exotische wie Schlangen, Leguane oder Schildkröten.

Dieser Hang zum Außergewöhnlichen werde durch die Sozialen Medien noch befördert, so Schröder. Sie befürchtet, dass sich das Problem nach dem Lockdown noch verschärfen wird. «Wenn die Leute wieder in den Urlaub fahren dürfen oder aus dem Homeoffice an den Arbeitsplatz zurück kehren, werden diese Tiere lästig und im schlimmsten Fall einfach ausgesetzt.»
Zudem hätten sich viele Halter zuvor nicht ausreichend über den tierischen Zuwachs informiert. Schlangen oder Schildkröten würden zu groß für das Terrarium, exotische Fische wie der Gemeine Sonnenbarsch vermehrten sich im Aquarium zu stark. In der freien Natur aber seien diese invasive Arten eine Bedrohung für die heimische Tier und Pflanzenwelt.
Berliner Wasserbetriebe (1)
© Berliner Wasserbetriebe

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 8. Juni 2021 05:43 Uhr

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