Agrarministerium fördert Ambriosiabekämpfung: 500.000 Euro

Agrarministerium fördert Ambriosiabekämpfung: 500.000 Euro

Das Brandenburger Agrarministerium stellt den Kommunen für die Ambrosiabekämpfung eine halbe Million Euro zur Verfügung. Ziel sei es, die Zahl der Pflanzen zu verringern und deren Ausbreitung zu verhindern, teilte das von den Grünen geführte Ministerium am Freitag mit. Die Mittel könnten als Anteilfinanzierung oder Zuschuss für einzelne Projekte beantragt werden.

Zudem plant das Agrarministerium auch auf anderen Wegen - etwa durch Mahd, Ausreißen oder mittels Heißwasser - gegen die Ambrosia vorzugehen. Ein Heißwassertest sei für kommenden Monat auf rund 12 000 Quadratmetern entlang der L49 zwischen Cottbus und Kolkwitz geplant. Das neue Verfahren vermeide den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und schädige die Ambrosia dauerhaft.
Der Landesbauernverband kritisiert hingegen geplante Pflanzenschutzmittelverbote in FFH- und Vogelschutzgebieten, durch die die Bekämpfung der Ambrosia erschwert würde. «Nur mit einer Zulassung von Pflanzenschutzmitteln kann das Samenpotenzial auf belasteten Anbauflächen begrenzt werden», sagte Verbandspräsident Henrik Wendorff.
Die Ambrosia-Pflanze (Beifußblättriges Traubenkraut) wurde vor mehr als 150 Jahren nach Europa eingeschleppt. In Brandenburg taucht die Pflanze besonders häufig im Süden auf. Ambrosia-Pollen verursachen bei Allergikern Heuschnupfen mit den bekannten Symptomen wie Brennen und Jucken der Augen und verstopfter Nase. Von den aggressiven Pollen reichen schon 10 bis 15 pro Quadratmeter, um allergische Reaktionen auszulösen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 21. Mai 2021 15:04 Uhr

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