Warnstreik bei Linpac in Beeskow begonnen

Warnstreik bei Linpac in Beeskow begonnen

Am frühen Donnerstagmorgen haben die Mitarbeitenden des Verpackungsherstellers Linpac in Beeskow (Landkreis Oder-Spree) ihre Arbeit niedergelegt. Aufgerufen zu dem 24-Stunden-Warnstreik hat die Industriegewerkschaft Bergbau Chemie, Energie (IG BCE). «Alles laufe bisher nach Plan», sagte IG-BCE-Gewerkschaftssekretär Anis Ben-Rhouma vor Ort.

Warnstreik bei Verpackungshersteller Linpac

© dpa

Mitarbeiter des Verpackungsherstellers Linpac bei einem Warnstreik vor dem Werksgelände.

Mit Beginn der Frühschicht wurden die Maschinen im Betrieb runtergefahren und parallel dazu vor dem Werkstor eine Streikwache aufgebaut. Ben-Rhouma rechne bei der Streikwache mit jeweils 15 bis 20 Beschäftigten pro Schicht. Geplant seien bis Freitagfrüh insgesamt drei Schichten.
Mit dem Arbeitskampf will die Gewerkschaft für den Betrieb einen eigenen Hausvertrag erzielen. Beschäftigte der Linpac in Beeskow würden seit Jahren für die gleiche Arbeit deutlich weniger verdienen, als am Linpac-Standort Ritterhude in Niedersachsen, hieß es von der IG BCE. Gefordert werden daher unter anderem 600 Euro mehr Entgelt für die Beschäftigten sowie einmalig ein Corona-Bonus.
Die IG BCE betreut im Bezirk Berlin-Mark Brandenburg rund 16 000 Mitglieder in 247 Betrieben aus Branchen wie der Chemischen Industrie, Energieerzeugung und Veredlung, Keramische Industrie, Kunststoff, Leder sowie Papier- und Zellstofferzeugung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 6. Mai 2021 09:11 Uhr

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