Homeoffice-Quote in Ministerien: Mehr als die Hälfte zuhause

Homeoffice-Quote in Ministerien: Mehr als die Hälfte zuhause

Wie derzeit auch in anderen Betrieben in Brandenburg stehen in der Landesregierung in der Corona-Pandemie viele Stühle leer. Im Infrastrukturministerium arbeiten rund 95 Prozent der Beschäftigten von zu Hause aus, wie die Staatskanzlei auf Anfrage mitteilte.

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Eine Mutter arbeitet am Küchentisch während ihre Tochter gegenüber in ein Tablet guckt.

Damit sind es so viele wie in keinem anderen Ministerium des Landes. «Ab und an müssen einige Mitarbeiter natürlich ins Büro, zum Beispiel um die Post abzuholen. Einige Briefe kommen ja immer noch auf dem Postweg an», sagte Ministeriumssprecherin Simone Engler. «Aber wir wechseln uns ab.» Beim Bildungsministerium arbeiten den Angaben zufolge 65 bis 70 Prozent im Homeoffice. Beim Umweltministerium sind es 65 Prozent und beim Wissenschaftsministerium 62 Prozent. Die restlichen Ministerien sowie auch die Staatskanzlei kommen auf etwas mehr als 50 Prozent, mit geringen Abweichungen.
Schlusslicht bildet das Innenministerium, hier arbeitetet demnach die Hälfte der Mitarbeiter noch im Haus. Nach Angaben des Ministeriums ist die Arbeit vom häuslichen Schreibtisch aus in vielen Bereichen nicht möglich, so zum Beispiel beim Verfassungsschutz, dem Impflogistikstab oder bei der Zentralen Ausländerbehörde sowie der Landesfeuerwehrschule. Den Mitarbeitenden werden wöchentliche Corona-Tests angeboten, wie auch in den anderen Ministerien und der Staatskanzlei. Die Beschäftigten des Impfstabes sind verpflichtet, sich täglich selbst zu testen, so Sprecherin Josefin Roggenbuck.
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«Wir sind mit der Homeoffice-Quote in den Ministerien eigentlich sehr zufrieden», sagte der Vorsitzende des Beamtenbundes in Brandenburg, Ralf Roggenbuck. Die Ministerien seien, was das mobile Arbeiten angehe, schlichtweg am besten ausgestattet. Anders sehe es beispielsweise in der Justiz aus. «Da hinken wir noch hinter.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 5. Mai 2021 08:41 Uhr

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