Vogel: Zukunftskonzept für Landesforstbetrieb vorgestellt

Vogel: Zukunftskonzept für Landesforstbetrieb vorgestellt

Der Brandenburger Landesforstbetrieb soll ohne Stellenabbau für neue künftige Aufgaben gerüstet werden. Der in der Vergangenheit verfolgte einseitige Abbau der Stellen von Waldarbeitern werde gestoppt, betonte Agrarminister Axel Vogel (Grüne) am Mittwoch bei der Vorstellung des Gutachtens zur Forstreform im Land. Geänderte Herausforderungen beim Klimawandel und bei der Beratung der Waldbesitzer werden dabei berücksitigt.

Agrarminister Axel Vogel

© dpa

Brandenburgs Agrarminister Axel Vogel spricht in Potsdam.

Der Waldschutzverband forderte eine intensive gesellschaftliche Debatte zu den Zielen. Es sei völlig unrealistisch, dass im Rahmen einer zügigen Kabinettsbefassung schon zum 1. Januar 2023 die Zielstruktur erreicht werde, sagte Gregor Beyer, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Brandenburg.
Ein Abbau der derzeit 1420 Stellen auf 1150 - wie früher ins Spiel gebracht - wird in dem Gutachten zur Forstreform angesichts der künftigen Aufgaben als nicht möglich bezeichnet. Vorgeschlagen werden nun 1280 Stellen. Da bis 2030 rund die Hälfte der derzeit beschäftigten Mitarbeiter altersbedingt ausscheidet, solle sich der Landesbetrieb mit neuen Aufstiegsmöglichkeiten zu einem modernen und sicheren Arbeitgeber entwickeln, kündigte Vogel an.
Im Landeswald sollen nach dem Gutachten die 14 Waldoberförstereien erhalten bleiben. Statt 160 soll es dort künftig 139 Reviere geben. 340 Landesbedienstete sollen im Landeswald beim Waldumbau, in der Waldpflege und Holzernte eingesetzt werden und die Waldpädagogik unterstützen. Im übrigen Wald sollen die Privatwaldbesitzer von 175 Revieren der sechs Forstämter beraten werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 14. April 2021 15:23 Uhr

Weitere Meldungen aus Brandenburg