Ministerium: Impfzentren und Modellpraxen arbeiten weiter

Ministerium: Impfzentren und Modellpraxen arbeiten weiter

Die Impfzentren des Landes und die Modellpraxen sollen in Brandenburg so lange bestehen bleiben, bis Vertragsärzte flächendeckend gegen das Coronavirus impfen können. Dieses Ziel solle so schnell wie möglich erreicht werden, teilte das Gesundheitsministerium auf eine Anfrage aus der SPD-Landtagsfraktion mit.

Corona-Impfung

© dpa

Eine Spritze wird vor den Schriftzug «Impfung» gehalten.

Seit vergangenen Mittwoch (07. April 2021) können in Brandenburg auch Hausärzte den Corona-Impfstoff verwenden. Laut Kassenärztlicher Vereinigung Brandenburg (KVBB) sind derzeit 850 Hausarztpraxen und 335 Modellpraxen an der Impfstrategie des Landes beteiligt. Zudem wird in Krankenhäusern und mit mobilen Teams geimpft. Ziel sei es, neben den Hausärzten auch Fachärzte mit einzubeziehen. Laut KVBB könnten in Brandenburg bis zu 2500 Praxen Impfangebote unterbreiten.
Die Modellpraxen befinden sich derzeit gegenüber den Hausarztpraxen im Vorteil. Sie können die beiden Impfstoffe von Biontech/Pfizer und von Astrazeneca in größeren Mengen anbieten, die ihnen das Land liefert. Im Gegensatz dazu bekommen Hausärzte bislang nur über die Apotheken bestellten Impfstoff von Biontech/Pfizer in geringen Mengen.
Ab sofort können auch über 60-Jährige ohne Vorerkrankungen in den Modellpraxen geimpft werden. Voraussetzung sei, dass Impfangebote nicht von Menschen beansprucht werden, die, wie etwa über 70-Jährige, zur höher priorisierten Gruppe gehörten, erläuterte das Gesundheitsministerium. Grundsätzlich könnten in Brandenburg auch Impfbusse für Menschen eingesetzt werden, für die der Weg zum nächstgelegenen Impfzentrum zu weit ist, erklärte das Ministerium. Ärzte und Fachpersonal würden jedoch für die Impfzentren und Arztpraxen benötigt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 13. April 2021 11:21 Uhr

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