Für Öffnungen: Cottbus will Modellkommune werden

Für Öffnungen: Cottbus will Modellkommune werden

Cottbus möchte wie auch die Landeshauptstadt Potsdam Modellkommune werden, um aus dem Lockdown auszusteigen. «Wir haben uns entschlossen, verantwortungsbewusst und verantwortungsvoll etwas zu wagen», sagte Oberbürgermeister Holger Kelch. Der Wunsch zur Teilnahme an dem Projekt sei der Landesregierung bereits mitgeteilt worden. Sie müsse die Spielräume in der Eindämmungsverordnung festlegen, nach denen Kommunen modellhaft Öffnungen vornehmen können.

Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU)

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Holger Kelch (CDU), Oberbürgermeister von Cottbus, spricht bei einem Pressetermin.

Die zweitgrößte Stadt im Süden Brandenburgs plant eine wissenschaftliche Begleitung durch die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) sowie den Einsatz eines externen Hygieneberaters. Zudem werde die Luca-App zur Kontaktnachverfolgung eingesetzt, teilte die Stadt am Donnerstag mit.
Für das Modellprojekt will die Stadt ihre Teststrategie ausbauen. So sollen auch dezentrale Teststandorte, etwa in Einkaufsstraßen oder an Theaterkassen möglich sein, wie es hieß. Auch ein regelmäßiges Monitoring soll es geben. Bei allem werde auf die Belastung des Gesundheitssystems geachtet, betonte die Stadtverwaltung. Ein fertiges Konzept hat die Stadt zunächst noch nicht vorgelegt.
Auch und gerade bei Inzidenzen über 100 Neuinfektionen binnen 7 Tagen auf 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner sollten Lockerungen und Öffnungen getestet werden, sagte Kelch. Es müsse ein Leben mit dem Virus organisiert werden, darüber hätten sich Wirtschaft, Kultur und Einwohner der Stadt verständigt. Letztlich gehe es darum, das Vertrauen der Bürger zurück zu gewinnen.
Potsdam führt ab Samstag die Testpflicht zum Einkaufen im Einzelhandel ein. In Supermärkten, Apotheken, Drogerien und Bäckereien sind keine Tests notwendig. Die Landeshauptstadt will damit bereits jetzt die Grundlage für den späteren Start eines Modellprojekts legen. Sie will - sofern die Regelungen des Landes und die Infektionslage es zulassen - eine der Modellkommunen in Brandenburg für eine sichere Öffnung von Handel und Gastronomie werden.
In Tübingen (Baden-Württemberg) läuft seit etwa zehn Tagen ein Modellprojekt zu mehr Öffnungsschritten in Corona-Zeiten. An neun Teststationen können die Menschen kostenlose Tests machen, das Ergebnis wird bescheinigt. Damit kann man in Läden, zum Friseur oder auch in Theater und Museen.
Das Saarland will die Corona-Maßnahmen in einem Modellprojekt hingegen landesweit lockern. Vom 6. April an sollen unter anderem Kinos, Theater, Fitnessstudios und die Außengastronomie wieder öffnen. Voraussetzung ist ein negativer Schnelltest.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 26. März 2021 13:11 Uhr

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