Rückschlag für Privat-Flugplatz-Pläne in Groß Leuthen

Rückschlag für Privat-Flugplatz-Pläne in Groß Leuthen

Die Pläne zweier Anwohner in Groß Leuthen (Dahme-Spreewald) für einen Sonderlandeplatz für Privatflugzeuge haben einen Rückschlag erlitten. Wie das Landes-Verkehrsministerium in Potsdam in der Antwort auf eine Anfrage des Grünen-Fraktionschefs im Landtag, Benjamin Raschke, am Dienstag mitteilte, darf die Graspiste, auf der die Landebahn geplant ist, nur für landwirtschaftliche Zwecke genutzt werden.

Das betreffende Grundstück befindet sich in Landesbesitz und ist von der Brandenburgischen Boden Gesellschaft für Grundstücksverwaltung und -verwertung an eine Agrargenossenschaft verpachtet worden. Die Genossenschaft verpachtet die Wiese wiederum in Zwei-Jahres-Verträgen an die zwei Anwohner. Dabei handelt es sich um den ehemaligen Betriebsleiter der Flughafengesellschaft FBB und heutigen Chef des Flughafens Bremen, Elmar Kleinert, und einen Hobbyflieger.
Das Projekt ist umstritten. Bei einem Probeflug einer kleinen Privatmaschine im März 2017 hatten Gegner mit einem Traktor und einem Geländewagen die Landebahn vorübergehend blockiert. Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz ist gegen den Sonderlandeplatz, da er den Lebensraum vieler seltener Vogelarten bedrohen würde. Zudem werden negative Folgen für den Tourismus befürchtet.
Die zuständige Gemeindevertretung des Amts Märkische Heide stimmte dem Antrag für die geplante Landebahn Mitte Januar zu. Gestattet sei allerdings nur eine Nutzung für die zwei Privatflugzeuge der beiden Hobbyflieger. «Einer kommerziellen Nutzung hätten wir nicht zugestimmt», sagt Ortsbürgermeisterin Annette Lehmann der dpa.
Grünen-Fraktionschef Raschke forderte die Obere Luftfahrtbehörde Brandenburgs auf, nun für Klarheit zu sorgen. Eine Nutzung der Fläche als Flugplatz sei laut Antwort der Landesregierung nicht zulässig. «Eine landwirtschaftliche Nutzung kann ich bei einem Hobbyflugbetrieb nicht erkennen», sagte er.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 23. März 2021 16:03 Uhr

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