Brandenburger Kabinett berät über schärferen Lockdown in Hotspots

Brandenburger Kabinett berät über schärferen Lockdown in Hotspots

Die Brandenburger Landesregierung will den erneuten Lockdown in Landkreisen und kreisfreien Städten mit hohen Zahlen von Corona-Neuinfektionen weiter verschärfen.

Lockdown in Brandenburg

© dpa

«Wir werden prüfen - das geschieht gleich im Kabinett - welche Verschärfungen wir noch vornehmen werden, in Regionen, in Landkreisen, die über einer 100-er Inzidenz liegen», sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am 23. März 2021 dem ZDF. «Wir haben einen Landkreis, der liegt über 200, das macht mir große Sorgen.»
Der landesweite Hotspot ist weiter Elbe-Elster mit rund 232 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von einer Woche. Fünf weitere Landkreise und die Stadt Cottbus haben eine Sieben-Tage-Inzidenz von teils deutlich über 100. Damit gelten dort seit Montag schärfere Kontaktvorgaben: Nur noch ein Haushalt und eine weitere Person dürfen sich treffen. Geschäfte und Museen müssen schließen, aber Supermärkte, Apotheken, Drogerien und andere Läden des täglichen Bedarfs bleiben offen.
Auf der anderen Seite verwies Woidke auf die von der Bund-Länder Konferenz beschlossenen Möglichkeit für Modellprojekte, in denen die Länder in je einer Region mit einer niedrigen Sieben-Tage Inzidenz testen könnten, einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens unter strengen Auflagen und mit einem Testkonzept wieder zu öffnen. Dafür gebe es auch in Brandenburg großes Interesse, sagte der Regierungschef. «Das werden wir prüfen.» Ein entsprechender Vorstoß der Stadt Potsdam war am Freitag wegen der hohen Infektionszahlen in der Landeshauptstadt von der Landesregierung abgelehnt worden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 23. März 2021 15:08 Uhr

Weitere Meldungen aus Brandenburg