Landesärztekammer: Über 100 Impfärzte vermittelt

Landesärztekammer: Über 100 Impfärzte vermittelt

Mehr als 100 Praxisärzte in Brandenburg hat die Landesärztekammer bereits für die Ausführung von Corona-Schutzimpfungen an die Landkreise, das DRK und die Kassenärztliche Vereinigung (KVBB) vermittelt.

Corona-Impfung

© dpa

Eine Klinik-Mitarbeiterin zieht den Covid-19 Impfstoff für eine Impfung auf eine Spritze.

Die Bereitschaft sei «ausgesprochen groß», hieß es am Freitag (19. März 2021). Allerdings würden weitere Praxen in einigen Regionen noch benötigt, darunter in den Landkreisen Ostprignitz, Spree-Neiße, Elbe-Elster und Uckermark, erklärte Präsident Frank-Ullrich Schulz. Ärztinnen und Ärzte, die bereit seien, Impfdienste in diesen Regionen zu übernehmen, seien gebeten, Kontakt zur Kammer aufzunehmen.
Bislang ist das Impfen in Arztpraxen im Land ein Modellversuch der KVBB. Regulär geht das noch nicht - in der Impfverordnung des Bundes heißt es bisher: «Impfungen in Arztpraxen haben - abgesehen von einzelnen Modellprojekten - noch nicht begonnen.» Die Regierungschefs der Länder wollten am Freitag auch über dieses Thema beraten.
Der Kammerpräsident warnte in diesem Zusammenhang vor nicht abgestimmten Aktionen, wie seiner Einschätzung nach etwa im Kreis Märkisch-Oderland. Dort können sich Bürger bereits in Arztpraxen gegen das Coronavirus impfen lassen - obwohl bisher nur das Modellprojekt im Land besteht. Elf Praxen hatten nach Angaben des Kreises in dieser Woche mitgemacht und 1200 Impfdosen von Biontech erhalten. Sie seien Teil der Impfkampagne im Kreis als mobile Impfteams in Arztpraxen, was mit dem Land abgestimmt sei.
In Märkisch-Oderland seien Mediziner offenbar zur Mitwirkung rechtlich verpflichtet worden, kritisierte Schulz. Angesichts der großen Hilfsbereitschaft der Ärzte sei ein solches Vorgehen nicht angemessen und in der Sache eher kontraproduktiv. Auch die KVBB lehnt nach eigenen Angaben die Verpflichtung von Praxisärzten in Märkisch-Oderland ab. Mit der Landesregierung und den Kommunen sei beschlossen worden, dass im Rahmen eines Modellprojekts zunächst nur 50 Praxen eingebunden würden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 19. März 2021 16:05 Uhr

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