Brandenbug: Mehr Geld für Straßen und Radwege

Brandenbug: Mehr Geld für Straßen und Radwege

Mit mehr Investitionen in sein Straßennetz und die Radwege will Brandenburg bei der Mobilität im Land weiter vorankommen.

Radfahrer in Brandenburg

© dpa

In diesem Jahr sollen 375 Millionen Euro in den Ausbau von Straßen fließen - 33 Millionen Euro mehr als im Vorjahr, wie Verkehrsminister Guido Beermann (CDU) am Mittwoch (17. März 2021) mitteilte. Brandenburg sei ein Flächenland, es müssten viele Kilometer zurückgelegt werden, um von A nach B zu kommen, so der Minister. Das Auto sei dabei ein wichtiges Verkehrsmittel, vor allem im ländlichen Raum. Insgesamt 113 Projekte sollen umgesetzt werden, 66 Maßnahmen an Bundesstraßen und 47 an Landesstraßen, kündigte Beermann an.

10 Mio Euro mehr für Landesstraßen

So wurde das Budget für die Landesstraßen in diesem Jahr um 10 Millionen Euro auf insgesamt 181 Millionen Euro für Planung, Bau und Unterhaltung aufgestockt. Zudem stellt der Bund dem Land in diesem Jahr für die Bundesstraßen laut Ministerium 140 Millionen Euro zur Verfügung - 11 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. 54 Millionen Euro steckt das Land in die kommunale Straßenbauförderung.

Preis für Straßen rund um Tesla-Werk noch unklar

Wie teuer die Straßenbaumaßnahmen des Landes rund um die Fabrik des US-Elektroautobauers Tesla werden, konnte das Verkehrsministerium zunächst nicht mitteilen. «Es gibt keine Zahl, die man nennen kann für die Gesamtbaumaßnahmen», sagte Beermann. Man sei derzeit in unterschiedlichen Planungsphasen mit unterschiedlicher Verantwortung, fügte Edgar Gaffry, Chef des Landesbetriebs Straßenwesen, hinzu.

Es fehlt an Fachkräften für Straßenausbau

Etwas Sorge bereitet dem Landesbetrieb die Gewinnung von Fachkräften, um verschiedene Projekte abwickeln zu können. Im Umweltbereich sehe es gut aus, beim Bauingenieurwesen gestalte sich die Lage eher «diffus», beschrieb Gaffry die Situation. Für bestimmte Regionen müssten bis zu vier Bewerbungsverfahren durchgeführt werden, um zum Erfolg zu kommen. Im Großraum Berlin sei der Arbeitsmarkt dagegen sehr eng. «Wir würden uns das wünschen, wir hätten eine größere Auswahl, aber dem ist leider im Moment nicht so», sagte Gaffry. Der Landesbetrieb Straßenwesen bildet ihm zufolge deshalb zunehmend in den eigenen Reihen aus und bietet unter anderem auch duale Studien an. Minister Beermann verwies auf die Straßenwärterausbildung in Cottbus. Die Bewerberzahl dort sei gut.

Hohe Investitionen in Radwege geplant

Auch die Verkehrswende soll vorangetrieben werden - mit der Stärkung des Radverkehrs und der entsprechenden Infrastruktur. 2021 stehen den Angaben zufolge dafür insgesamt rund 30 Millionen Euro zur Verfügung – laut Beermann so viel wie noch nie. Das Rad werde immer beliebter, nicht nur für den Tourismus, sondern auch für den Alltag. Für Investitionen in Radwege an Bundes- und Landesstraßen sind demnach 20 Millionen Euro eingeplant. Dazu sollen 20 Baumaßnahmen mit 190 Kilometer Radwegen an Bundes- und Landesstraßen weitergeführt, fertiggestellt oder baulich begonnen werden. Überdies seien mit Blick auf den Berufs-und Pendlerverkehr Radschnellwege mit bis zu 15 Kilometer Länge geplant, erläuterte Beermann.

Touristen bemängeln schwierige Radmitnahme in Zügen

Laut einer Analyse des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) ist Brandenburg in der Gunst von Fahrradtouristen gesunken. Gründe für die sinkende Beliebtheit werden in der Infrastruktur und der Planung gesehen. So sei vielerorts die Mitnahme der Fahrräder in Zügen problematisch: Nicht selten würden Reisende mit Rad einfach stehengelassen, weil das Fahrradabteil überfüllt sei, hieß es. An Lösungen zu engerer Verzahnung von Radverkehr und ÖPNV werde gearbeitet, sagte der Verkehrsminister. Dazu werde die Radverkehrsstrategie des Landes überarbeitet. In Brandenburg gibt es ein 2000 Kilometer langes Netz an Radwegen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 18. März 2021 09:39 Uhr

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