Berliner AfD wählt Parteispitze: Gegenproteste bei Parteitag

Berliner AfD wählt Parteispitze: Gegenproteste bei Parteitag

Die Berliner AfD ist am Samstag in Paaren im Glien im Havelland zu einem Parteitag zusammengekommen, um ihre Spitze neu zu wählen. Um den Parteivorsitz bewerben sich der Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus, Georg Pazderski, und die Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch als Doppelspitze. Die Politikerin Kristin Brinker aus dem Abgeordnetenhaus, die schon seit längerem als innerparteiliche Gegnerin Pazderskis gilt, kündigte ebenfalls eine Kandidatur an.

Vor dem Veranstaltungsort, einem Freizeitpark, versammelten sich vor Beginn des Parteitages etwa 100 bis 200 Menschen zu einem Gegenprotest, darunter Brandenburger Landespolitiker von SPD, Linken und Grünen. Dazu aufgerufen hatten das Bündnis gegen Rechts Falkensee, andere Initiativen aus der Region sowie linke Gruppen aus Berlin. Ein Sprecher des Bündnisses gegen Rechts wertete die Protestaktion als «starkes Zeichen gegen Hetze, Intoleranz und Rassismus».
Seit gut einem Jahr hat die Berliner AfD keinen regulär gewählten Vorstand und wird seither kommissarisch von dem Europaabgeordneten Nicolaus Fest geführt. Mehrfach musste sie geplante Parteitage absagen, weil sie keine Räumlichkeiten fand. Schließlich wich sie nach Brandenburg aus, wo rund 250 Delegierte zusammenkamen.
Fest rief die Berliner AfD im Hinblick auf die Abgeordnetenhaus- und die Bundestagswahl am 26. September zur Geschlossenheit auf. Spätestens ab Montag müsse sich die Partei gemeinsam auf den Wahlkampf konzentrieren. Fest warf den anderen Parteien und den Behörden vor, nicht genug gegen Linksextremisten zu tun, die immer wieder AfD-Politiker attackierten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 13. März 2021 13:10 Uhr

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