Brandenburg weniger beliebt bei Fahrradtouristen

Brandenburg weniger beliebt bei Fahrradtouristen

Brandenburg ist in der Gunst der Fahrradtouristen gesunken. Das ergab eine am Donnerstag vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) präsentierte Radreise-Analyse.

Fahrrad fahren

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Eine Person fährt auf dem Fahrrad.

Das Land müsse aufpassen, dass es als Reiseregion nicht abgehängt wird, sagte der Referent beim ADFC Brandenburg, Tino Freißler. Es gebe zu Recht hohe Erwartungen ans Streckennetz - mit guten breiten Radwegen und einer sicheren Versorgung.
Gründe für die sinkende Beliebtheit werden in der Infrastruktur und der Planung gesehen. So sei vielerorts die Mitnahme der Fahrräder in Zügen problematisch: Nicht selten würden Reisende mit Rad einfach stehengelassen, weil das Fahrradabteil überfüllt ist, hieß es. Die Landespolitik müsse hier dringend für eine Aufstockung der Kapazitäten sorgen. Oft seien zudem für einen Radweg verschiedene Stellen zuständig. Brandenburg könne es sich nicht leisten, als Radreise-Region abgehängt zu werden. Der Radtourismus bringt den Angaben zufolge jährlich einen Umsatz von 850 Millionen Euro.
Das Land profitiert von einem neuen Bundesprogramm für Radfernwege, aus dem den Ländern bis 2023 rund 45 Millionen Euro bereitgestellt werden, wie das Verkehrsministerium am Donnerstag in Potsdam mitteilte. Jede Investition in eine bessere Radinfrastruktur sei eine für mehr umweltfreundlichen Verkehr, sagte Minister Guido Beermann (CDU). Auf Brandenburger Gebiet verlaufen in Teilen der Radweg Deutsche Einheit sowie verschiedene andere Routen. Über weitere Programme stehen im Land in diesem Jahr rund 30 Millionen Euro für den Radverkehr zur Verfügung.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 11. März 2021 15:39 Uhr

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