Synagogengemeinde will Bauherr für Potsdamer Synagoge werden

Synagogengemeinde will Bauherr für Potsdamer Synagoge werden

Der Vorsitzende der Potsdamer Synagogengemeinde, Ud Joffe, hat erneut gefordert, die geplante neue Synagoge in Potsdam in Regie der jüdischen Gemeinden zu bauen. «Nicht das Land darf der Bauherr der Synagoge sein», betonte Joffe am Freitag in Potsdam. «Vielmehr müssen die jüdischen Gemeinden die Synagoge selbst als Bauherrn planen und betreiben.» Aus seiner Sicht wäre eine Einigung mit der Jüdischen Gemeinde dazu möglich gewesen. «Religionsgemeinschaften sind keine Nutzer, sondern Betreiber von Gotteshäusern», sagte Joffe.

Um die Gestaltung der Fassade und die Nutzung der Innenräume der Synagoge gibt es zwischen den jüdischen Gemeinden aber bereits seit mehr als zehn Jahren erbitterten Streit. Bislang konnten sich der Landesverband West der jüdischen Kultusgemeinden sowie der Landesverband der jüdischen Gemeinden Brandenburg nicht über Bau und Betrieb des religiösen Zentrums einigen.
Daher will das Land das Synagogen- und Gemeindezentrum nun mit der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland errichten. Die Synagoge soll nach dem Willen der Landesregierung ein Zentrum für alle jüdischen Gemeinden sein. Baubeginn soll in diesem Jahr sein, die Eröffnung ist für 2024 geplant. Das Land finanziert das Projekt mit rund 13,7 Millionen Euro.
Bundesdruckerei_500x400px.jpg
© Bundesdruckerei GmbH

Werden Sie jetzt Antwortgeber!

Wir begeistern uns für digitale Daten und sichere Identitäten. Sie auch? Dann bewerben Sie sich jetzt bei uns im Team: bdr.de/karriere mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 5. März 2021 12:19 Uhr

Weitere Meldungen aus Brandenburg