Autobahngesellschaft: Ausbau für Tesla ist Herausforderung

Autobahngesellschaft: Ausbau für Tesla ist Herausforderung

Der Ausbau der Autobahn 10 für die Ansiedlung des US-Elektroautobauers Tesla in Grünheide bei Berlin ist nach Angaben der Autobahngesellschaft Nordost ihre größte Herausforderung. «Der Umbau dieses Abschnittes ist ein 100-Millionen-Euro-Projekt für die Autobahn GmbH», sagte der Leiter der Niederlassung Nordost der neuen Autobahngesellschaft des Bundes, Ronald Normann, der «Märkischen Allgemeinen» (Montag). «Wir schreiben gerade Planungsleistungen aus. In diesem Jahrzehnt soll es auf jeden Fall fertig werden.» Der Ausbau der A 10 umfasst auch eine neue Anschlussstelle Freienbrink-Nord.

Tesla baut zuvor eine provisorische Abfahrt von der A 10 zum nahen Werksgelände. Die Bauarbeiten hatten sich wegen des Wintereinbruchs zunächst verzögert, haben nun aber begonnen. Der Naturschutzbund (Nabu) und die Grüne Liga in Brandenburg hatten Widerspruch gegen die Ausnahme von Verboten im Bundesnaturschutzgesetz für den Bau eingelegt. Die Ausgleichsmaßnahmen für Zauneidechsen reichen aus ihrer Sicht nicht, sie fehlten auch für die ebenfalls geschützten Schlingnattern. Der Widerspruch sei noch nicht beschieden, sagte ein Sprecher des Landkreises Oder-Spree der Deutschen Presse-Agentur. Tesla will nach bisherigen Plänen im Juli mit der Produktion beginnen. Die abschließende umweltrechtliche Genehmigung durch das Land Brandenburg steht noch aus.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 1. März 2021 17:21 Uhr

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